BRD DDR und 20 Jahre linker Mischmasch: SED PDS DIE LINKE

Bild von Hans Kolpak

Der 4. Februar ist ein Gedenktag für Vera Lengsfeld. Sie gedenkt des Jahres 1990: "Am 4. Februar vor zwanzig Jahren glückte dem Vorsitzenden der SED-PDS Gregor Gysi ein Coup, der Geschichte machen sollte. Er rettete die regierende Partei der DDR, indem er ihren Namen entsorgte. Aus SED - PDS wurde schlicht PDS." Doppeltagebuch von Vera Lengsfeld. Zwar wurde mancher inhaltliche Bruch mit der Vergangenheit auch öffentlich dokumentiert, doch im Herzen sind die Herren Sozialisten geblieben.

Merkwürdig dabei ist, daß es Vergleichbares nicht gab, als der Nationalsozialismus entsorgt wurde. Das sei nur nebenbei angemerkt. Materielle Werte und soziale Strukturen wurden zerschlagen.

Die WASG 'Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit' wurde in den alten Bundesländern als Sammelbecken für Sozialisten geschaffen: "Dennoch verstanden sich Mitglieder der WASG vielfach selbst als Sozialisten, einige lehnten sozialistische Gesellschaftsvorstellungen aber auch ab. ... Nachdem sich der Fürther Gewerkschafter Thomas Händel schon beim Gründungsparteitag als demokratischer Sozialist bezeichnet hatte, war in dem „Diskussionsvorschlag“ für das Programm der gemeinsamen neuen Linkspartei vom Bekenntnis zu einem demokratischen Sozialismus die Rede. Die Linkspartei.PDS nannte dies als Grundvoraussetzung für ein gemeinsames Vorgehen." Und so kam es dann auch.

Heute ist DIE LINKE so gut wie keine andere etablierte Partei finanziert. Die materiellen Werte aus der DDR-Zeit wurden weitestgehend bewahrt. Irgendwie ist es Gregor Gysi gelungen, den Kaputtniks der Treuhandanstalt zu entgehen. Ganz neutral gesehen: Das war gut so! Diskussionen über das Blut, das an all diesen Organisationen und Unternehmen klebt, wurden nicht öffentlich breitgetreten.

Zwar konnte eine Zwickmühle durch einen Gerichtsentscheid geschaffen werden, doch der Kollateralschaden hält sich in Grenzen: "Die Linke – Wir sind Rechtsnachfolgerin der SED" titelt DIE WELT am 29. April 2009.

Vera Lengsfeld, eine der bekanntesten Bürgerrechtlerinnen der DDR: "Zwar wurde die Partei formal verpflichtet, bei der Ermittlung ihres Vermögens umfassend mitzuwirken, sie hat das aber zu keinem Zeitpunkt getan. Weder legte sie geforderte Originalbelege vor, noch erteilte sie die gewünschten Auskünfte."

Dieser ganze linke Mischmasch zeigt eines ganz deutlich: Wenn Menschen etwas konkret wollen, dann tun sie es, zielstrebig und zielbewußt! Heute stehen zwei ganz große Aufgaben an: 1. Zurückfahren der Öffentlichen Hand auf hoheitliche Aufgaben und 2. Umgestalten des bundesdeutschen Umverteilungsapparates zu einem Gebilde, das sich nützlichen Aufgaben, wie Bildung, Umweltschutz und sozialen Kompetenzen widmet.

Sollten unsere Freunde in den USA und Großbritannien, in Frankreich und Rußland Angst vor einem starken Deutschland mit einer Deutschen Mark haben, dann können wir vorschlagen, sieben Länder bzw. Freistaaten zu bilden, die jedes für sich Mitglieder der Europäischen Union sind. Alles Weitere wird sich finden. Aber das großkotzige Getue und die großdeutschen Allmachtsphantasien sind dann endgültig vorbei, wenn jeder der acht Staaten seine eigene Verfassung hat. Die nicht enden wollenden Quengeleien aller möglichen Leute sind dann endgültig vom Tisch. Dann bekäme das Wort "Endlösung" endlich eine neue und friedliche Bedeutung in Deutschland!

Und wo ist das Problem, daß in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz deutsch gesprochen wird? Es gibt noch viele weitere Länder, weil Millionen Deutsche es nicht mehr in diesem Gebilde ausgehalten haben. Sie wollten einfach nur fort! Unter den in den USA gesprochenen Sprachen ist Deutsch an fünfter Stelle! Was spricht dagegen, wenn weltweit Deutsche näher zusammenrücken, um ihre Identität als Nation zu pflegen?

Es gilt, den Menschen Werte zu vermitteln, die uns zu einer innerlich starken und selbstbewußten Nation machen, ohne daß wir dafür Waffen und Munition brauchen. Dabei denke ich nicht an die Träumereien eines Bundesaußenministers Guido Westerwelle, der Geld für Taliban verpulvern will: "Mitläufern eine wirtschaftliche Perspektive geben".

Wir haben genug Deutsche in diesem unserem Lande, denen wir etwas Gutes tun können. Wir haben Kinder, die sich angenommen fühlen wollen und wir haben Erwachsene, die guten Willens sind, aber entmutigt, weil sie innerlich gebrochen sind durch eine Gesellschaft, die sich selbst verrät.

Doch solange Steuergelder zum Steuern von Meinungen mißbraucht werden, müssen wir mit den Ergebnissen dieser "Aufklärungsarbeit" leben. Vera Lengsfeld.: "Insgesamt werden 33 Millionen Euro verpulvert, 31 Millionen gegen „Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus“, 2 Millionen gegen Linksextremismus."

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