Deutschland und seine Krise

Bild von Larissa Tschikin

Deutschland

Deutschland wurde für mich zur zweiten Heimat. Ich liebe dieses Land und bin schockiert, wenn ich von den „progressivsten“ Einwohnern dieses Landes höre, dass sie ihr Land hassen. Dann frage ich mich: „Was haben die Eltern dieser Menschen falsch gemacht?“ Wie kann man das Land, in dem man lebt, hassen? Viele fragen: „Wieso bist du noch hier?“

Solch ein Hass auf das eigene Land bedeutet doch, dass die gesamte Welt gehasst wird, denn sie besteht aus den Ländern der Erde, in denen wir leben ...

Natürlich befinden sich die meisten Deutschlandhasser im Westen des Landes, weil ihnen dort von Kindheit durch die „Demokratiebringer“ eingetrichtert wurde, dass "Deutschland kein liebenswertes Land ist. Deutsche sollen lebenslang Asche auf ihr Haupt streuen, weil sie es nicht wert sind, gleichberechtigt zur Gemeinschaft aller anderen Völker zu gehören. Man soll sich schämen, Deutsch zu sein!" Ausgerechnet diese "bösen" Deutschen genießen den höchsten Lebensstandard der westlichen Welt. Womit haben sie dies verdient?

Gespaltene Gesellschaft

Als ich im Jahre 1990 nach Deutschland kam, fand ich eine im Überfluss gesättigte, aber gespaltene Gesellschaft vor, in der unterschiedliche Völker parallel existieren. Es war für mich trotz des hohen Wohlstandes sehr traurig anzusehen.

Trotzdem habe ich viele nette Menschen getroffen und fand viele Aspekte des Systems der sozialen Marktwirtschaft interessant und Hoffnung versprechend. Sehr schnell stellte ich fest, dass dieses System den Westdeutschen nur unter der Bedingung erlaubt wurde, um als Präsentierteller vor der Nase des „erbärmlichen“ Sozialismus zu dienen.

Sofort nach der Vereinigung wurde klar, was los ist und wohin das alles führen wird. Damals habe ich schon den heutigen Zustand erahnt. Nur wollte es mir keiner glauben. Die Menschen lebten in der vollen Überzeugung des vorteilhaften Systems des Kapitalismus.

Feindbilder

Uns, die wir aus dem Sozialismus stammen, wurde erklärt, dass wir in der DDR und in der UdSSR zu faul seien und der Sozialismus deswegen unterging. Auf diese Arroganz trifft man nur bei der „Made im Speck“. Dabei ging es Deutschland immer noch blendend und die Menschen glaubten auch noch, sich ihre "Errungenschaften" selbst erkämpft zu haben.

Meiner Meinung nach wurden ihnen alle „Freiheiten“ nur auf Kredit gewährt, ohne den Preis zu nennen. Sie haben auch nicht nach dem Preis gefragt, weil das Produkt so verlockend aussah. Man hat doch keine Lust, sich die Partystimmung verderben zu lassen, oder? Also ging die Party weiter .... und heute läuft sie immer noch, obwohl man doch jetzt die Antennen herausstrecken sollte und fühlen, was in der Welt los ist. Deutsche und Deutschland sind wie eine "Weihnachtsgans" gemästet und bereits schlachtfertig vorbereitet. Es wird nur noch auf den richtigen Moment gewartet. Letztlich ist in Deutschland heute die einzige Verlockung, die vermeintlich zählt, nur der Wohlstand. Wie lange hält er noch?

Deutschlandkrise

Deutschland befindet sich in einer politischen Krise. Wann hat sie begonnen? Nein, nicht mit den Migrationströmen - diese Ströme sind der Abschluss des Projektes. Es begann sofort nach dem Mauerfall, als Befürworter der „Bananenrevolution“ jubelten und Wessis begannen, Ossis zu hassen, weil sie rüberkamen, um Bananen und Deutsche Mark abzuholen.

So fing der Zerfall der Wohlstandsoase Deutschland an. Wer hätte das damals gedacht? Ich wusste es aber. Ich musste beobachten, wie die UdSSR mit schlimmsten Lügen in den Dreck gezogen worden war. Über die DDR kann ich nichts sagen, ich kannte sie nicht. Aber es wurde deutlich, dass die Ostdeutschen ihrer Identität beraubt wurden. Sie wurden wie eine Vogelscheuche herumgezeigt.

Den Ostdeutschen wurde erklärt, sie seien zu "Nazis" geworden, nur weil sie im Kindergarten alle gleichzeitig auf dem Töpfchen saßen. Wie schön: Einfache Soldaten wurden für die Todesschüsse an der Grenze vor Gericht gezogen und verurteilt. Die wirklich Verantwortlichen setzten sich nach Chile und anderswohin ab, um in aller Ruhe ihr Leben zu genießen.

Ein perfides Verwirrspiel

Als ich das alles sah, habe ich mir sofort gesagt, das kann nicht gut gehen! Wenn jemand unadäquat handelt, spricht dies für eine Krankheit. So war es auch. Dazu zwei Wortbilder: Ein Mörder hat nicht aufgepasst und hat sich mit dem Blut des Opfers infiziert. Als er nach Verbüßung seiner Haftzeit freigelassen wurde, konnte er sich nicht mehr orientieren, die vielen Verlockungen verblendeten ihn.

So wird ein Mörder von seinem Auftraggeber zur Selbstvernichtung freigegeben. Deutschland hatte die Schlüsselrolle bei der Vernichtung der UdSSR gespielt. So musste die UdSSR sich selbst vernichten, um den Deutschen die Einheit zu ermöglichen. War das nicht ein zu großes Opfer gewesen? Man kann es unterschiedlich sehen. Das ist ein Thema für sich ...

So waren die meisten westdeutschen Politiker natürlich überglücklich. Andere waren ein wenig traurig, denn sie mussten in das vermeintlich "runtergekommene" Ostdeutschland gehen, um dort Dienst zu schieben. Aber der Judaslohn war mehr als gut. In vielen Jahren wurden Abermilliarden damals noch Deutsche Mark und heute noch Euro in den Sand gesetzt. Das meiste Geld landete natürlich bei Politikern, ihren Freunden und Bekannten und anderen Blutsaugern.

Das Volk spaltete sich auf in Gewinner wie Günter Jauch und Verlierer wie das übriggebliebene Volk, das keine Perspektiven mehr hatte, weil Arbeitsplätze verschwanden. Im Westen hat man schon auf die billigen Arbeitskräfte gewartet. Überwiegend zogen Jüngere westwärts, viele Ältere blieben in den maroden "neuen Bundesländern" zurück.

Heute werden Wessis mit unterdurchschnittlichen Abiturnoten ostwärts in die Unis und Fachhochschulen abgeschoben ...??? In Ostdeutschland entstanden „blutende Landschaften“ für die Touristen. Einige Dörfer verfallen mangels Einwohner und sehen heute noch maroder aus als zu DDR-Zeiten. Häuser stehen leer und Bäume wachsen aus den Dächern der Häuser.

Feindliche Übernahme

Die neuen Bundesländer wurden mit schicken „Einkaufzentren“ und anderem Schnickschnack ausgestattet, auch wenn die Menschen vor Ort kein Geld hatten, um dort einzukaufen. Wichtig war, das Territorium wie ein Dackel zu „markieren“. Was daraus wird, ist egal. Auch wenn die in der „Wüste“ errichteten Autohäuser für dickste Limousinen verrotten, war vor allem wichtig, so viel Steuervorteile wie möglich wahrzunehmen und Fördergelder abzugreifen. So wurden Gelder für Industrie und Handel mit freier Hand verschleudert. Aber als einfache Bürger kamen und um freien Musikunterricht oder ähnliches für ihre Kinder baten, hieß es: „Du bist nicht im Sozialismus!“ "Ok! Alles Klar!" Der Ossi hatte verstanden ...

So ist den Menschen im Osten schnell die Euphorie vergangen. Der Ostbürger hat zwar mythische „Freiheit“ bekommen, welche er eigentlich nicht unbedingt brauchte, weil er nur den Wohlstand, die Banane wollte, aber die „Freiheit“ schmeckte irgendwie komisch, weil er sich die ganz anders vorgestellt hatte. Dann sagte er sich: „Gut, dann sollen es wenigstens meine Kinder besser haben als ich.“ Komischerweise ging es nicht einmal allen Kindern besser, weil viele dieser Kinder in von oben ausgeworfenen Nazinetzen eingefangen wurden.

Teile und herrsche

Eigentlich logisch: Zuerst macht man die Situation für Menschen unerträglich und dann kommen Wohltäter in Springerstiefeln. Sie sind schön stark, selbstbewusst und in einem Kollektiv. Ist doch verlockend, oder? Seelenjäger sind immer auf der Lauer, wenn eine Krise eintritt ...

Um die Menschen zu spalten, braucht man nur unerträgliche Situationen entstehen lassen und dann „Seelsorger“ auf verzweifelte Menschen loslassen. So erhält man aggressive und passive Schafe, die man aufeinanderhetzen kann.

Allein durch die Vereinigung hat Deutschland richtige Probleme bekommen. Die Politiker haben nicht bedacht, dass die Ostdeutschen nach einiger Zeit erkennen würden, dass die vermeintliche „Freiheit“ Verderben bedeutet, sie nur ein dreckiger Lappen ist, mehr nicht. So haben sich viele gefragt: „Was soll das alles?“ Mittlerweile durchschauen immer mehr Ostdeutsche, Aussiedler und einige Westdeutsche das Lügengebäude. Besonders klar wurde diese Lüge vielen Menschen durch die Ukrainekrise. Daher hat die Bundesregierung ein Problem, nämlich die Erfahrungen der Ostdeutschen und meiner Landsleute mit Russen. Die Mehrheit von uns weigert sich, Russen als Feinde anzusehen. Nicht nur die Vereinigung wurde Deutschland zum Verhängnis. Ein viel älteres Problem lauerte im Hinterhalt.

Nächster Anlauf

Nach dem 2. Weltkrieg befand sich Deutschland in Ruinen. Das Ego der westlichen Alliierten wurde befriedigt: Deutschland ist am Boden zerstört. Aber die nächste Herausforderung wartet noch, nämlich die Zerstörung der Sowjetunion. Sie ist trotz aller Bemühungen nicht zerstört worden. Aber das Ziel besteht immer noch! Dafür brauchte man ein starkes Bollwerk, um diesen „Koloss auf Lehmbeinen“ zu besiegen. Hier musste eine längere Partie gespielt werden, denn die sowjetische Atommacht hat das ganze Kartenspiel neu gemischt.

So musste das verhasste Deutschland mit einem "Wirtschaftswunder" aus den Ruinen geholt werden. Den USA ist es nicht gelungen, nach dem 2. Weltkrieg die gesamte Welt zu erobern. Es würden viele weitere Verluste folgen, aber zuerst hat man sich auf Lösung des einfachen Problems konzentriert.

Neue Waffe

Der Marschallplan wurde gestartet, der jedoch nur mit Gastarbeitern zu bewältigen war. So wurden Menschen aus fernen Ländern mengenweise nach Deutschland gebracht, um sie auszunutzen. Spanier, Griechen, Jugoslawen und Türken begaben sich auf den Weg. Diese Menschen sollten nur zum Arbeiten kommen und dann wieder gehen. Aber die Menschen kamen und blieben. Sie leben in der dritten Generation hier. Außer Türken waren es Auswanderer aus christlichen Ländern gewesen und die Atatürk-Türkei war damals auch ein sehr weltlicher Staat. So haben diese Menschen in Parallelgesellschaften ihren Platz eingenommen.

Durch unterschiedliche Bemühungen haben die USA nicht nur die Türkei mit muslimischen Predigern unterwandert. So wurden aus den muslimischen Ländern Menschen mit radikalem islamischem Gedankengut durch die Nische „Asylsuchende“ eingeschleust. Die Türkei hat sich aber sehr lange gegen die Radikalisierung gewehrt.

Zeitgleich wurde die Sowjetunion durch die Instabilisierung der legitimen sozialistischen Regierung in Afghanistan durch die von den USA kreierten Mudschahedin in einen Konflikt hineingezogen. Die Radikalisierung des Islams wurde zu nächsten „Wunderwaffe“ der USA. Nach dem erfolgreichen Benutzen der Naziwaffe in Europa wurde sie noch mehr präzisiert.

Die Radikalisierung des Islams hat nicht nur in der Türkei stattgefunden, sondern in allen muslimischen Ländern, die auf dem Weg zu sozialen Gesellschaft waren. Die Saudis waren natürlich die perfekten Sponsoren für diese "Waffe". So wurde durch den Dschihad ein neues Feindbild geschaffen, das die Sowjetunion nach der Wende ersetzen sollte. Mit dem Feindbild „der böse Muslim“ wurden dann viele Muslims, ohne Ausnahme radikal oder nicht, in Deutschland verschreckt und radikalisiert. So fing die Parallelgesellschaft an, aus den Nähten zu platzen.

Der nächste Schlag kam aus ganz vertrautem Hinterhalt: Bündnis 90/Grüne ist genau die Partei, die mit der SPD den Einsatz Deutscher Truppen auf fremden Boden ermöglicht hat. Von diesem Schlag wird Deutschland sich nicht mehr erholen. Das ist ein Verrat an der eigenen Gesellschaft.

Instrumentalisierte Fanatiker

Die nächste Stufe ist der Krieg gegen unbeliebte Herrscher in der islamischen Welt und gegen Putin. Syrien wurde zum Höhepunkt dieses Krieges. Im syrischen Krieg hat der Westen seinen Schafspelz abgelegt und sich als Wolf offenbart. In 2014 wurden syrische Flüchtlinge abgewiesen. Meine Vermutung: Die Menschen haben ihren Präsidenten nicht beschimpft. Es gibt keine andere Erklärung für das Verhalten der deutschen Behörden.

Als die Schlepper dies kapiert haben, wurden die Syrer animiert, über ihren Präsidenten zu schimpfen und Sim-sa-la-bim werden heute auch syrische Flüchtlinge aufgenommen. In der gesamten Geschichte ist die Rolle der Türkei maßgebend. Im NATO-Verband hat sie eine Schlüsselposition und Erdogan versteht das sehr gut. Zwar passt den USA dieser Mann nicht, aber sie können ihn nicht so einfach offen eliminieren. Deswegen veranstaltete der Westen gegen ihn zahlreiche „demokratische“ Proteste und schließlich sogar einen Putsch. Nur - Erdogan ist ein „Glückspilz“!

Erdogan spielt sehr gut seine Position aus: Mit dem Flüchtlingsstrom erpresst er Deutschland, mit der Schlüsselposition in NATO erpresst er die USA und mit ISIS bereichert er sich, so gut er kann. Jetzt hat er nur einziges Problem zu lösen: „Am Leben bleiben!“. Einmal haben die Russen ihn gerettet. Der Mann ist ein Beispiel für ein unglaubliches Glück, weil er keinen richtigen Freund hat und es immer aufs Neue schafft, trocken aus dem Wasser zu steigen.

Magischer Kreis

Die Flüchtlingskrise in Deutschland ist zum Auslöser einer politischen Krise geworden. In Deutschland etabliert sich eine neue Partei der Mitte. Der Schlüssel und der wichtige Hebel ist das Geld. Deutsche haben das größte Gesamteinkommen in Europa in den Händen von Banken, die nach dem Einführen von Minuszinsen bald in sehr große Schwierigkeiten geraten werden. Der letzte Hebel ist die Enteignung des privaten Mittelstandes im Land. Wenn diese Menschen, welche die Mehrheit in Deutschland bilden, ihr Geld verlieren, dann werden alle zuvor genannten Symptome wie ein Eiterfurunkel platzen. Dazu kommen steigende Ausgaben für Soziales, Bundeswehr und NATO. Man darf eines nicht vergessen: Die USA brauchen immer mehr Geld für ihre Kriege, das zu einem großen Teil aus Deutschland kommt. Geld wird knapp und "Sündenböcke" werden sich immer finden ...
So wird Deutschland vielleicht zerstört, aber für die USA kommt gleiche das nächste Problem: Russland! „Was tun?“ So wird immer wieder eine Runde des Karussells gedreht. Wie lange noch?

Meine Meinung ist: die USA machen etwas falsch, wenn sie sich immer im Kreis drehen ... oder??? Beim schwindlig werden kann das Gehirn nicht richtig funktionieren!