Atommülltransporte von La Hague nach Gorleben

Bild von Hans Kolpak

German Angst

Restmüll von AKW im Vergleich zu KKW

Um ein 1 GWh Strom (damit kommen 300 Haushalte ein Jahr aus) zu produzieren, braucht man 3 kg auf 5 % angereichertes Uran (KK). An Kohle braucht man stattdessen 400 Tonnen, oder in Volumen dargestellt, 0,1x0,1x0,03 m zu 10x10x2,56 m. Der Abbrand bei Kohle beträgt 1.092.000 KG CO2 + 55.000 KG Gips + Sonstiges.

Bei KK entstehen 3 KG Abbrand, wenn man nicht wieder aufbereitet, bzw. 0,1 KG, wenn man wieder aufbereitet. Wenn man diesen Würfel (Wiederaufbereitungsfall) von 1x1x1 cm in einen 10 cm dicken Bleimantel (r=10) packt, wiegt das Päckchen rund 47,31 KG. Mit Mühe kann also ein Erwachsener den Abbrand des KK-Stromverbrauchs von 300 Haushalten eines Jahres in einer halbwegs strahlungstechnisch gesicherten Aufbewahrung davontragen.

Zitiert aus dem Newsletter von naeb.info Ausgabe 2010 - 07

Atommülltransport

Ausstieg 2.0   50.000 in Gorleben   Castorticker.de   Informationen zu Kernenergie

Castor 2010 - Die Polizei setzt die Interessen der Atomindustrie durch

"Euphemistisch wird in der Pressemitteilung der Landesregierung behauptet, dort habe die "Deeskalationsstrategie der Polizei" im Vordergrund gestanden. Der Einsatz wurde allerdings gerade wegen der Brutalität der Beamten kritisiert, die Tausende Blockierer von den Gleisen geprügelt hatten. Klagen gegen derartige Polizeiübergriffe lohnen sich nicht: Angezeigte Polizisten antworten gern mit einer Gegenanzeige, vor Gericht wird den Aussagen von beipflichteten Beamten viel eher Glauben geschenkt. Ist es das, was den weißrussischen Gästen gelehrt wurde?" Zitiert aus Weißrussische Polizisten hospitierten bei Naziaufmarsch in Dresden.

Der folgende Text entstammt dem Newsletter von Dr. Ludwig Lindner Kurzinfo 319 am 8. November 2010:

Demonstrationskultur

Die Fernsehmoderatorin Anne Will hat mit Ihrer Sendung "zaudern, nörgeln, blockieren" am 7.10.2010 das aktuelle Problem erkannt und aufgegriffen und treffend charakterisiert. Es geht nicht nur um die Proteste zu den Castrortransporten, sondern auch um Stuttgart 21, Proteste gegen den Großflughafen Berlin-Brandenburg, Stromleitungen durch den Thüringer Wald usw. Der FDP-Politiker Dr.Martin Lindner hat zu Recht die Grünen als Nein-Sager und Partei der Verhinderer und Angstschürer charakterisiert. So hat der grüne Bundestagsabgeornete Ströbele in Berlin sogar gegen die Eröffnung einer Filiale von McDonalds protestiert. Im Ausland ist der Ausdruck "German Angst" ein fester Begriff. Statt Zukunftsangst und Bedenkenträgertum benötigen wir Zuversicht zur Technik.

Zur Auswahl von Gorleben

Die KEWA (Kernbrennstoff-Wiederaufarbeitungsgesellschaft) kam 1976 zu dem Schluss, dass Gorleben alle bisherigen Standortmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Eignung übertreffe. Daher stand Gorleben im November 1976 neben den 3 vorher favorisierten Standorten Wahn, Lutterloh und Lichtenhorst als Alternative im Raum, als die 3 Bundesminister Hans Matthöfer (SPD), Werner Maihofer (F.D.P.) und Hans Friderichs (F.D.P.) mit Ministerpräsident Albrecht (CDU) das Entsorgungsprojekt erörterten. Letztlich empfahl der von der niedersächsischen Landesregierung einberufene Interministerielle Arbeitskreis dem Landeskabinett, entweder Gorleben oder Lichtenhorst zu benennen. Quelle: Gorleben - Entsorgungsstandort auf der Grundlage eines sachgerechten Auswahlverfahrens

Die Beteiligung der Öffentlichkeit in Gorleben erfolgte über 14 Jahre: Ende 1977 hatte der Landkreis eine „Gorlebenkommission“ einberufen, die bis zur Auflösung im Jahr 1991 in mehr als 70 Sitzungen als Forum für die Lokalpolitiker die Vertreter der Bürgerinitiativen und der Presse fungierte. Quelle: Zur Historie von Gorleben vor Dr. Ludwig Lindner vom 15.01.2009

„Die bisher gewonnenen geologischen Befunde stehen einer Eignung des Salzstockes Gorleben nicht entgegen“ (Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen 14.6.2000, unterzeichnet auch von Rainer Baake, damals Staatssekretär unter Bundesumweltminister Jürgen Trittin)

Subventionen

Für Atomenergie in Deutschland hat es laut einer Greenpeace-Studie von 1950 bis 2010 eine staatliche Unterstützung von insgesamt 204 Milliarden Euro gegeben. Quelle: Greenpeace berechnet Fördermittel204 Milliarden für Atomstrom. Weitere 100 Mrd. € kämen noch hinzu. Diese Aussagen sind falsch. Glaubhafter sind Aussagen, die Jürgen Trittin zitiert hat: Die Bundesregierung veranschlagt die bisher geflossenen direkten und indirekten staatlichen Subventionen für die Atomwirtschaft auf gut 30 Mrd. €.

Siehe Gegenargumente zum Artikel “Die Realitäten der Atomenergie“ von Jürgen Trittin FAZ 16.07.09 S. 10 von Dr.Lindner vom 18.07.2009 unter Behauptung 6)

Jede neue Technologie braucht Anschubfinanzierung. In den vergangenen 8 Jahren sind fast 22 Mrd. € in die Solarstromerzeugung geflossen und rund 30 Mrd.€ in die Förderung der Windenergie. Während jetzt mit der Kernkraft echtes Geld verdient wird, werden die erneuerbaren Energien, insbesondere Solar- und Windstrom laufend weiter subventioniert mit dem Geld der Stromverbraucher. Und das obwohl die Techniken bewährt sind. (siehe auch Kurzinfo 315/6 und 314/8, „Der Solarstromausbau muss gestoppt werden“

Photovoltaikanlagen

Von Januar bis September 2010 summierten sich die Neuinstallationen an Photovoltaikanlagen auf über 5.250 MW. Im Vergleich dazu wurden im gesamten Jahr 2009 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von etwa 3.800 MW neu installiert.(Pressemitteilung 29.10.2010 )

FAZ 18.10.2010

"Kapitalvernichtung betreiben Energiepolitiker und Klimaschützer weil ausgerechnet die mit Abstand teuerste erneuerbare Energie, der Solarstrom, am höchsten subventioniert und mit langfristigen Preis- und Absatzgarantien unmäßig gefördert wird. Die gesamtwirtschaftlichen Verluste sind höher, weil die dort tätigen Arbeitskräfte in anderen Betrieben echte Werte schaffen würden. Diese Alternativkosten werden von Klimaschutzpropagandisten fast immer vergessen."

Schaumerma: Hartgeld.com

 Renate Künast

Zitiert von Hartgeld.com:

[16:00] Die nützlichen Grün-Idioten in voller Aktion: Krawalle – Castor hat schon zehn Stunden Verspätung

Böse Frage an die Organisatoren der Castor-Transporte: warum macht man das alles nicht geheim und überraschend? Sodass die Idioten davon gar nichts mitbekommen. Beim Transport der Castor-Behälter mit abgebrannten Brennstäben nach Frankreich protestiert ja auch niemand.

[16:45] Leserkommentar - ein nützlicher Grün-Idiot:

Vielleicht sollte man Leuten wie Ihnen, den Atom-Müll direkt in's Bett packen. Wenn Ihnen dann nach kurzer Zeit die Eier abgefault sind, dann wissen Sie vielleicht auch, was in den Castor-Behältern drin ist.
Selbstverständlich läßt sich dieses Wissen auch über kontaminiertes Trinkwasser vermitteln, nachdem Salz und Sickerwasser die Behälter (oft Fässer aus gewöhnlichem Stahl, ebenso oft beim Abkippen schon aufgeplatzt!) zerfressen haben und das Ganze dann in das Grundwasser gelangt ist!

Kritik verträgt er nicht.

[18:00] Leserkommentar zu - ein nützlicher Grün-Idiot:

Vielleicht sollte dieser Depp mal lernen, was Kernenergie ist und wer das Gesetz erlassen hat ,damit nicht wieder aufgearbeitet werden darf !! Mit Aufarbeitung gibt es keine Atommüll. !!!!
Und vielleicht sagt diesen Vollpfosten von grünen Ökodeppen mal jemand ,das sie gerne nur Ökostrom abnehmen sollen ,aber dann auch 60 oder 70 Cent die kWh zahlen dürfen.

Bei der "Gefahr Kernenergie" handelt es sich um einen grünen Glauben, der immer wieder verteidigt werden muss. War beim Kommunismus auch so. In der Realität ist bei westlichen Reaktoren bisher kaum etwas passiert (der Osten ist etwas anderes). Auf Atom-UBooten leben Menschen wenige Meter neben Atomreaktoren und es passiert auch nichts.

[19:00] Leserkommentar - Grün-Spinner:

Viele selbsternannte Großstadt-Ökos sind nach meiner Beobachtung ziemlich IT- Handy und Unterhaltungselektronik-affin.
Meine Empfehlung: Entweder konsequenterweise einen Generator mit Pedalantrieb anschaffen und tüchtig treten oder konsequenterweise das Maul halten beim Thema Kernenergie.
Practice what you preach!

Soetwas nennt man Heuchler.

[16:45] Leserkommentar: Ich liebe direkten EDF-Strom. Fast 100% aus Kernenergie und ohne diesen Photovoltaikmist belastet.

[18:15] Leserzuschrift - Kernkraft-Strom aus Frankreich:

Kernkraftstrom aus Frankreich (80% Strom aus KKW) kostet erheblich weniger als in Deutschland.
Bitte vergewissern Sie sich: bleuciel.edf.com

Nicht wenige HEIZEN sogar mit „Atomstrom“!

Und das auch noch bei fehlendem Wettbewerb; der Monopolist EDF macht’s fast für die Hälfte (Bei uns sind´s immer die bösen Konzerne, die als Preistreiber herhalten müssen).

Kaufen dürfen wir den Strom (wie etwa Autos) aber dort nicht – wenn das so wäre, dann würden wir sehen, wie schnell sich die Mehrheit vom „Ökostrom“ abwendet. Die gutmenschliche Politik und ihre Medien Wollen das aber nicht.

Grünspinner-Strom ist eben teuer.