Dresden: Ohne eine NS-Partei kein Naziaufmarsch

Bild von Hans Kolpak

Wieviel Unfug verkraftet die deutsche Sprache? Nazi ist das Schimpfwort für Nationalsozialisten. Aber es gibt keine nationalsozialistische Partei. Was passiert hier in diesem unserem Lande? Ungeachtet der politischen Weltsicht und Weitsicht, die ein Mensch haben mag, verbietet sich solcher Unfug von selbst.

Weil die Erfinder der massiven Propaganda hochintelligente Leute sind, muß ihnen böse Absicht unterstellt werden. Sprachliche Ungenauigkeiten und Begriffsverwirrungen, falsche Analogien und irrige Zusammenhänge, die seit Jahren monoton wiederholt werden, entfalten ihre Wirkung. Da hilft es auch nicht, wenn SPD-Politiker sich in diesen Chor einreihen. Diese Bürger stehen mit ihren Lügen außerhalb der Rechtsnormen. Eine inhaltliche Diskussion findet nicht statt, aber es wird polarisiert und gehetzt!

Die Menschen, die sich inhaltlich mit den Fragen auseinandersetzen, die das deutsche Volk bewegen, halten sich von jeglicher Gewalt genauso fern wie von dem Versuch, den Ruf politischer Gegner durch üble Nachrede zu ruinieren. Harmlos ist dies nicht, denn das Strafgesetzbuch würdigt in den Paragraphen 185 bis 188 die Straftatbestände Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung durch Freiheitsstrafen oder Geldstrafen.

Es ist nicht besonders intelligent, Bevölkerungsgruppen aufeinanderzuhetzen. Es hilft auch nicht, wenn diese Hetze gut gemeint ist. Wesentlich klüger ist es dagegen, sich den Problemen zu widmen, die für die Bundesrepublik Deutschland eine echte Herausforderung darstellen und tatsächlich existenzbedrohend sind. Daneben verblassen die nationalistischen Spinnereien von einigen hundert extremen Vordenkern zu Sandkastenspielen.

Die freiheitlich demokratische Grundordnung dient den Einwohnern und Bürgern, die sich mit ihr identifizieren, wird aber durch gewalttätige Gruppen gezwungen, ein hohes Polizeiaufgebot in Bewegung zu setzen, was genau von denen bezahlt wird, die solche Aktionen nicht wollen. Diese Schieflage muß politisch diskutiert werden und darf nicht tabuisiert werden. Wer wirklich gefährlich ist, gibt sich durch seine Worte und Taten zu erkennen. Auch Adolf Hitler hat frühzeitig sein Buch „Mein Kampf“ veröffentlicht. Es ist blanke Heuchelei, wenn kriminell handelnde Mitbürger nur im national denkenden und im rechts denkenden Spektrum gesucht werden. Sie befinden sich nämlich überall.

„Überlebende, die in Bunkern und Kellern ausgeharrt oder den Weg ins Freie gefunden hatten, wurden für den Rest ihres Lebens schwer traumatisiert.“ Es verletzt die Würde Überlebender, das Gedenken an die Zerstörungen in Dresden durch Bomben vom 13. – 15. Februar 1945 für kleingeistige politische Aktionen zu instrumentalisieren.