Der deutsche Selbsthass muss aufhören

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Rechercheergebnis Bundesarchiv zum Thema: «Kollektivschuld des deutschen Volkes»


Autor: Stefan Räpple, Landtagsabgeordneter der Ortenau, Alternative für Deutschland

Ich wurde 1981 in einer kleinen Schwarzwaldgemeinde geboren. Für keine der Taten meiner Vorfahren habe ich eine direkte, indirekte oder sonst eine mir persönlich zurechenbare Schuld.

Nein, ich möchte nicht mein Leben lang mit diesem Makel leben müssen, wie schlecht „wir“ Deutschen in einem früheren Jahrhundert gewesen sind. Ich mag mir nicht ständig einreden lassen, dass ich irgendetwas davon gutzumachen hätte, nur weil ich hier in Deutschland geboren wurde und somit automatisch ein Teil der deutschen Geschichte bin. Es gibt keine Erbschuld, keine Erbsünde und auch Sippenhaft ist nicht zulässig. Am Ende wäre ich gar ein Nachfahre der Römer, die Jesus ans Kreuz geschlagen haben.

Das aggressiv und inflationär benutzte Wort „Rassismus“ möchte ich nicht verwenden, aber wie sonst will man das bezeichnen, wenn Deutsche in diesem Land offen und lautstark aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit pauschal und immer wieder als Tätervolk stigmatisiert und ausgegrenzt werden? Das ist die Ursache, warum wir kein positives Selbstbild als Gemeinschaft, als Nation, als Volk entwickeln können – selbst wenn wir das wollten. Keiner will sich dieser „Rasse“ zugehörig fühlen.

Über allem steht der dunkle Schatten des „Deutschseins“, des „Deutschsprechens“, des „Deutschhandelns“. Jahrhundertealte Traditionen, Brauchtum, wertvolle kulturelle Errungenschaften und Besonderheiten des deutschen Volkes werden im Sinne dieser nie endenden „Denazifizierung“, sich dabei ständig selbst erniedrigend, verloren gehen.

Wer auf den Verlust des nationalen Selbstbewusstseins, das nationale Wertegerüst, oder gar auf simple Dinge wie nationales Kulturgut oder die nationale Identität hinweist, wird sofort als rechtsextrem in die Nazi-Ecke gerückt. Argumentationslos.

In eine solche, sich selbst hassende Gesellschaft, möchte sich kein Ausländer dieser Welt integrieren.

Ein befreundeter Bengale fragte mich in Bangladesch, was ich in Deutschland arbeite. Ich sagte: „Politiker“. Er: „Was für eine Richtung?“ Ich: „Wir machen Politik für uns. Für unser Land.“ Er schaute nur verdutzt: "Das machen doch alle...". Ich versuchte ihm zu erklären: „Nicht bei uns in Deutschland. Hier steht man einer massiven Front von Medien und Parteien gegenüber, die jeden sofort ausgegrenzt, der öffentlich sagt, man möchte Deutschland wieder groß und stark machen.“ Der Bengale: "Ihr Deutschen habt einen an der Waffel..."

Denkmäler gibt es viele. Aber Deutschland ist wohl das einzige Land dieser Erde, in dem Mahnmäler mit dem ständig wiederholten und erniedrigenden Tenor von „Schuld und Sühne“ errichtet wurden.

Es geht mir jetzt nicht alleine und schon gar nicht explizit um das Mahnmal in der Berliner Mitte, sondern sinnbildlich um alle auf diese unselige Vergangenheit ausgerichteten Begleiterscheinungen. Alle diese Gedenktage an die Nazizeit, die nicht endende Überflutung an NS- und Kriegsdokumentationen auf allen Kanälen, übergewichtete Geschichts-Schwerpunkte in Bildungsplänen, ständige Erinnerung und Konfrontation mit der Vergangenheit hemmen unser Land.

Dieser pseudoreligiös anmutende Schuldkult - unter dem letztendlich alle leiden - muss dringend aufhören. Die Mahnmale sollten abgebaut oder zumindest deutlich reduziert werden und um Denkmäler mit positiven Botschaften ergänzt werden.

Björn Höcke vertrat in seiner Rede nahezu wörtlich das AfD Parteiprogramm. „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.“

Ich ergänze dies mit der Forderung, anstelle des nichtssagend hässlichen Mahnmals ein schönes, und auch optisch als Wiedervereinigungsdenkmal erkennbares Werk zum Gedenken an die friedliche Beendigung der Teilung Deutschlands zu errichten.

Ich kann nicht wieder gutmachen was geschehen ist. Aber ich kann politisch dafür kämpfen, dass Sozialismus – egal ob nationaler oder internationaler Prägung - keine Chance mehr hat. Er führte immer nur zu Tragödien, hat Staaten und oft deren Nachbarstaaten ruiniert. Gelitten haben dabei immer nur die Menschen, das Volk. Auch der EU-Sozialimus wird in einer humanitären Tragödie enden, wenn den Lobby-Parteien nicht bald die Macht entzogen wird.

Die Schweiz macht es uns vor. Mit den ganzjährig wehenden Schweizerfahnen in allen Straßen. Mit Stolz auf die Nation und patriotischer Liebe zur Heimat und ganz ohne falsch verstandenen Nationalismus haben die Schweizer eine friedliche Demokratie und gleichzeitig eine starke Währung.

Seid nicht so hart zu euch selbst. Wir haben 2017. Es wird höchste Zeit, unser Land für eine friedliche Zukunft wieder unkompliziert, stolz und ohne Scham lieben zu lernen.

Stefan Räpple (MdL)