Nur gelogen oder eine Perspektive von vielen? Tschernobyl, Fukushima und andere Menschlichkeiten

Bild von Hans Kolpak

Chernobyl: inside the exclusion zone

15. Juli 2015 | Almost 30 years after the Chernobyl nuclear disaster, which turned the area around the plant into a no-go zone, scientists are involved in a unique experiment in how nature copes with radiation.

21. Juli 2015 | Die Mäuse von Tschernobyl

arte: Tschernobyl - Die Natur kehrt zurück

24 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl scheint es, als habe die Natur das verstrahlte Land wieder zurückerobert. Flora und Fauna sprießen im Sperrgebiet, das die Bevölkerung noch immer nicht betreten darf. Doch welche Gefahren stecken hinter diesem Wunder der Natur? Warum darf man in Tschernobyl zwar eine Kirsche, nicht jedoch ihren Kern, verzehren? Der Schein der wiedererstärkten Natur wirkt trügerisch und uneinschätzbar.

Menschlichkeiten

"Als am 26. April 1986 um 00.23 Uhr MEZ, also heute vor genau 25 Jahren, eine halbe Tonne TNT-Sprengstoff die obere Hülle vom Block 4 des Atomkraftwerkes 'Tschernobyl', nahe der ukrainischen Stadt Prypjat in die Luft sprengte, löste man mit diesem Signal hauptsächlich die Zerstörung des sowjetischen Sklavensystems aus, um mit frischer und zeitgemäßerer Ideologie eine modernere Form von Unterdrückung einzuführen." weiterlesen

Ginge es nach den Ideologen und sonstigen Rattenfängern aller Zeiten, dann wären alle tot oder unglücklich, die ihnen nicht folgen. Tatsache ist, daß Menschen sterben, nachdem sie einen Körper angenommen haben: Während der Schwangerschaft oder in der Kindheit, als Erwachsene im Leben unterwegs oder am Schlafplatz, wo es die meisten erwischt.

Was für ein Zirkus!

Es ist ein Verdienst von Menschen wie Rüdiger Dahlke, Denkschemata zu hinterfragen und andere Perspektiven aufzuzeigen. Das bewegt einige und einiges: Nach dem Gau - vor dem Gau?

Fest steht: Das Leben in Haufendörfern, Städten und Ballungsräumen ist Gift in jeder Hinsicht und schaffte die vermeintlichen Lösungen für Probleme, die wir uns ohne Not geschaffen haben. Wirklich ohne Not? Menschen zu sammeln, die sich sammeln lassen, um sie abhängig zu machen und etwas von ihrer Arbeitskraft und ihrem Vermögen in den eigenen Beutel umzuleiten, ist der erste und älteste Trick, um auf Kosten anderer Vorteile zu erringen. Alles, was wir auf der Erde erleben, sind Spielarten dieses Prinzips. Da kann sich Rüdiger Dahlke drehen und wenden, wie er will, er steht genauso da wie Rainer Brüderle oder Millioner weiterer Traumfiguren aus unserer Traumfabrik.

Was jeden Morgen trägt, ist das Prinzip "Hoffnung". Es motiviert uns zum Aufstehen und läßt uns unser Tagewerk beginnen. Und irgendwann blicken wir auf ein Leben zurück, das wir gelebt haben. Die nach uns drängen bereits danach, ihre Plätze einzunehmen. Viele Plätze bleiben leer. Neue Plätze werden geschaffen.

Das Erzählen und Schreiben von Geschichten hat seinen eigenen Wert unabhängig von einem Wahrheitsgehalt. Nicht erst durch die Film-Trilogie Matrix wurde uns die Existenz von Parallelwelten ins Bewußtsein gerufen. Es gibt auch im Alltag vielerlei Wahrnehmungen in einer Situation zu einem Zeitpunkt an einem Ort.

Jeder Mensch akzeptiert eine Realität, die seinem Wertesystem entspricht. Funktioniert etwas nicht, entsteht Leidensdruck oder ist es einfach nur langweilig, dann "erschafft" sich der Mensch eben eine Wirklichkeit mit mehr Unterhaltungswert. Was ist Lüge, was ist Halbwahrheit oder was ist Ignoranz?

Man vergleiche nur die Meldungen von Polskaweb.eu mit denen von Rüdiger Dahlke. Die Kontraste könnten nicht größer sein. Beide Redaktionen strahlen wie Honigkuchenpferde, egal ob es um Tschernobyl oder um Fukushima geht. Beide sind stolz auf ihre Erkenntnisse und Einsichten, die sie mit der Menschheit teilen. Und beide haben ein dankbares zahlendes Publikum. Wen wundert das noch? Es geht nicht um Gesundheit, Energieversorgung oder um Lebensmittel, es geht nur um Geld. Das genügt doch, oder?

Und damit komme ich zur Geldwaschmaschine Tschernobyl. Hunderte von Millionen US-Dollar versickern als Gehälter für Gutachter, Planer und andere honorige westliche Experten für das Abschreiben alter sowjetrussischer Berichte. Von strahlender Wahrheit ist wenig übrig. Rund um das havarierte Atomkraftwerk ist und bleibt es ruhig. Man sieht keine 820 "Fachleute" in Arbeitskluft dort rumlaufen. Wozu auch?

Wer im löchrigen Betonschuppen, wo keine Kernschmelze brodelt, rumläuft, bleibt am Leben. Fast sämtliches radioaktive Material war entweder nie da oder ist weggeflogen. ARTE drehte 2002 mit Beteiligung von zdf einen Film und zeigt die Zusammenhänge dieses Groschengrabes auf. Der Film spricht für sich selbst. Die dreisten Lügner werden sogar interviewt. Mir ist nur noch der Kinnladen runtergefallen und ich staune immer noch. In sechs Folgen ist der Film auf youtube zu sehen und die Folgen 4 bis 6 enthalten die entscheidenden Knaller. Deshalb habe ich sie hier eingebunden. Aber die ersten drei Folgen sind auch sehenswert, um einige Hintergründe zu erfahren. In dieses Faß ohne Boden werden immer noch Millionen reingepumpt, die bei gesunden Westlern versickern, statt sich um die Umweltschäden zu kümmern und den verstrahlten Menschen sich durch finanzielle Leistungen erkenntlich zu zeigen.

Wikipedia, wie immer politisch korrekt, kann natürlich eine politisch inkorrekte Fernsehsendung nicht erwähnen. Wo kämen wir dahin? Immerhin können die Saubermänner von Wikipedia nicht leugnen, daß einiges auf dem Gelände los ist, was ich gerne kommentarlos zitiere: "Alle drei noch funktionsfähigen Blöcke wurden nach dem Ende der Aufräumarbeiten wieder hochgefahren. Nach den Dekontaminierungsarbeiten in den Jahren 1986 und 1987 war die Regierung der Ansicht, dass die Strahlung keine weiteren Auswirkungen auf das Personal habe."

Es hilft auch nicht, von der Energieerzeugung aus Atomkraft zu einem anderen strittigen Thema zu springen. Die AKW-Leute lügen, die Grünen lügen und die Freie-Energie-Leute bleiben ein erlauchter Zirkel. Oder kennen sie ein gallisches Dorf, das ausgerüstet mit einem Zaubertrank für Notfälle nicht am Nabel öffentlicher Wasser-, Strom- und Gasversorgung hängt? Sehen sie! Taten sprechen lauter als Worte. Und so lange der Strom aus der Steckdose kommt, müssen wir uns mit allerlei Maulhelden aller Lager herumschlagen, die sich gegenseitig zu übertrumpfen suchen.

Dem Strom ist es schlichtweg egal, woher er kommt. Nach dem Kirchhoffschen Gesetz strömt er auf kürzestem Weg zum Verbraucher, weil der Leitungswiderstand dies erzwingt. Deutschland wird geheizt durch die Verlustwärme beim Stromtransport.

Wer im Versorgungsbereich eines Atomkraftwerks Strom verbraucht, kann ruhig für Windstrom bezahlen, der ab und zu Hunderte von Kilometer weiter weg eingespeist wird oder auch nicht. Das Gleiche gilt für Strom aus Photovoltaik. Nicht einmal der Mond scheint jede Nacht hell genug, um Strom zu erzeugen. Aus der Steckdose kommt immer das, was in der Nähe ist. Die Elektronen wissen, was sie tun. Sie scheren sich einen Dreck um grüne Flausen auf Kredit. Ja, richtig! SCHULDEN!!!

Wer fragt schon nach den Umweltschäden durch Windkraftwerksfundamente und zu entsorgende Photovoltaik-Panele? Die Energiesparlampen als quecksilberhaltige Elektronikschrott-Zeitbomben sind ja nur das Sahnehäubchen der grünen Heuchelei. Nicht einmal die Entsorgung ist geregelt!!! Zitat aus "Setze Lichtzeichen! Energiesparlampen nutzen und richtig entsorgen.": "Leider lässt sich bei Kompaktleuchtstofflampen nicht ganz auf Quecksilber verzichten. Aber auch bei der Stromerzeugung wird Quecksilber frei. Weniger Stromverbrauch bedeutet also weniger Quecksilber. Wie gut die Bilanz ausfällt, haben Sie selber in der Hand: Achten Sie beim Kauf auf einen niedrigen Quecksilbergehalt und bringen Sie ausgediente Kompaktleuchtstofflampen zur Sammelstelle! ... Bringen Sie sie zum Wertstoffhof oder Schadstoffmobil." Und dann ist im Idealfall die Welt der Entsorgung und des Recyclings in Ordnung. Hoffen wir das Beste, lieber Leser! Aus alt wird neu

Hagen Rether und die Energiesparlampe

Es gibt nur einen Ausweg, der wie immer "alternativlos" ist: Den Strom dort erzeugen, wo er gebraucht wird. Die Wärme dort zu gewinnen, wo sie gebraucht wird. Die Quelle dort zu erschließen, wo Wasser gebraucht wird. Den Restbedarf und die Vorsorge als Plan B wickeln wir dann meinetwegen über Fernleitungen ab. Aber halt! Wo bleibt da die Abhängigkeit von Versorgungskonzernen? Sehen Sie? Sind wir im Leben oder in einem Kabarett? Dieses Kaspertheater ist kaum zum Aushalten! Eine Osterbotschaft von einem Geistlichen stelle ich mir anders vor.

20. Mai 2011: "Von Samstag an sind nur noch vier von 17 Atommeilern am Netz. Es drohen ernste Stromengpässe, wenn das Wetter nicht mitspielt." welt.de und "Deutschland ist auf einen großflächigen und lang andauernden Stromausfall nicht vorbereitet: Ein Kollaps der gesamten Gesellschaft wäre nicht zu verhindern, warnt das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) in einem Bericht, der die dramatischen Folgen eines Blackouts für Deutschland analysiert. " welt.de

 


 

Die folgenden Meldungen von Google News aus dem deutschen Sprachraum werden automatisch fortlaufend aktualisiert und sind kein redaktioneller Bestandteil von DZiG.de .

Google News: "Fukushima"

Google News

 


 

23. March 2017 5:08


spreadnews.de

Fukushima aktuell: Robotermission erfolglos beendet
spreadnews.de
Der Erfolg blieb dem Betreiber des AKW Fukushima heute erneut verwehrt und so kann sich TEPCO zumindest mit den neuen Daten trösten, die der Robotereinsatz mit sich gebracht hat. Fukushima News zum Abschluss der Arbeiten, sowie Angaben zur ...

 


 

23. March 2017 2:42


Technology Review

Fukushima: Wenig Hoffnung auf schnelle Lösung
Technology Review
Die Aufräumarbeiten an den Ruinen von Fukushima Daiichi kommen kaum voran – ein Menetekel für die ganze Atomindustrie? Sechs Jahre ist die japanische Nuklearkatastrophe, ausgelöst von einem Erdbeben mit anschließendem Tsunami, mittlerweile ...

 


 

21. March 2017 10:01


Heise Newsticker

Fukushima: Aufräumarbeiten nach japanischer Atomkatastrophe stocken
Heise Newsticker
In Fukushima kommt der Energiekonzern Tepco mit der Dekontamination nur schleppend voran – sechs Jahre nach dem GAU. Gut sechs Jahre nach der Atomkatastrophe in Japan tut sich am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, das nach Erdbeben mit ...

 


 

17. March 2017 2:27


ZEIT ONLINE

Regierung und Betreiber haften für Fukushima-Katastrophe
ZEIT ONLINE
Die japanische Regierung und der Stromversorger Tepco müssen 62 Betroffenen der Nuklearkatastrophe von Fukushima vom März 2011 Entschädigungen zahlen. Das entschied ein Bezirksgericht in Maebashi nördlich von Tokio. Das Gericht sprach den ...
Japanisches Gericht: Fukushima-Gau war vermeidbarheute.de
Japans Regierung ist für Atomunglück mitverantwortlichNeue Zürcher Zeitung
Entschädigung für Fukushima-OpferSWR Aktuell
wallstreet-online -Deutschlandfunk
Alle 16 Artikel »

 


 

12. March 2017 11:10


ZEIT ONLINE

Sicherheit ist relativ
ZEIT ONLINE
Nur wenige Kilometer von Namie entfernt befindet sich das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Vom Strand aus kann man die Umrisse des Kraftwerks erkennen. Wie viele andere Städte an der nordjapanischen Küste wurde Namie vom Erdbeben ...

 


 

12. March 2017 6:09


tagesschau.de

Sechs Jahre nach GAU: Wie hat Fukushima die Welt verändert ...
tagesschau.de
Vor sechs Jahren löste der Tsunami in Japan die Reaktorkatastrophe von Fukushima aus. Für Deutschland ist das Thema Atomkraft seitdem vom Tisch.
Fukushima: Atomkraft ade? | Alle multimedialen Inhalte der ...Deutsche Welle

Alle 4 Artikel »

 


 

11. March 2017 2:47


Deutschlandfunk

Krebspatienten als Störfaktor
Deutschlandfunk
Die Opfer der radioaktiven Strahlung von Fukushima können nicht mit finanzieller Unterstützung rechnen. Im Gegenteil: Sie werden diskriminiert und sind isoliert. Der japanische Staat leugnet bis heute erhöhte der Krebsrate in dem verseuchten Gebiet.

 


 

11. March 2017 7:15


Deutschlandfunk

Sechs Jahre nach AKW-Katastrophe - Japan will Fukushima-Opfer ...
Deutschlandfunk
Sechs Jahre nach der Katastrophe von Fukushima streicht Japan vielen Opfern das Wohngeld. 27.000 Strahlenflüchtlinge, die das Gebiet ohne ...
Sechs Jahre nach Fukushima: Das Tschernobyl Asiens und ein ...RT Deutsch
Greenpeace gedenkt der Opfer der Reaktorkatastrophe von ...Wochenblatt.de

Alle 5 Artikel »

 


 

11. March 2017 7:15


ZEIT ONLINE

Fukushima: "Die Menschheit wird nach Fukushima zurückkehren ...
ZEIT ONLINE
Das Kraftwerk sei einigermaßen stabil, die Sperrzone werde nicht ewig bleiben, sagt der Radioökologe Georg Steinhauser. Japan habe die Folgen des GAUs ...
Wie Fukushima die Welt verändert hatSWR Aktuell
Angeblich sicher: Zurück nach Fukushima?heute.de
Wie ein Bummel in Tokiotaz.de
derStandard.at -domradio.de
Alle 11 Artikel »

 


 

10. March 2017 9:22


Fukushima: So sieht es sechs Jahre nach der Reaktorkatastrophe ...
STERN
Im japanischen Fukushima ereignete sich am 11. März 2011 nach einem Erdbeben und einem Tsunami der schwerste Atomunfall seit der Katastrophe von ...

und weitere »

Monitor │Brisante Interna zu Fukushima