Schlussstrich unter DZiG.de ?

Bild von Hans Kolpak

Entscheider gehen ihren Weg. Ich bin Zuschauer. Die Informationsflut ist über mir zusammengestürzt. Siehe auch "Lohnt es sich, für politische Machtkämpfe das Leben zu ruinieren oder zu sterben?"

Im Januar 2010 steckte meine Arbeit als Autor von Pressetexten noch in ihren Anfängen. Da ich in 2014 meine Möglichkeiten zum honorierten Texten ausschöpfe, reduziere ich meine ehrenamtlichen Kommentare im Netz oder lasse es ganz sein.

Dem Angebot eines Verlages im Juli 2013, aus DZiG.de Stoff für ein Buch zusammenzustellen, folgte ich nicht, weil mir die Nerven für ein Buch fehlen. Ich arbeitete daran, bis die Schreibblockade einsetzte. Kurztexte ja - Langtexte nein. So einfach ist das. Dies ist die dritte Buchleiche in meinem Keller.

Mein Privatleben habe ich vernachlässigt, wofür ich wieder Raum gewinnen möchte.

Auch wende ich mich dem Filmen zu, das ich seit Januar 2014 verfolge: HansKolpak.com. Altersbedingt hat auch mein Arbeitstempo nachgelassen. Für alles brauche ich mehr Zeit als früher.

Hans Kolpak
Goldige Zeiten

Nachtrag am 4. November 2014

Vieles ist systembedingt. Nur Marionettenspieler können einen Systemwechsel herbeiführen. Ganz gleich, wer regiert, wer rebelliert oder wer demonstriert - die Marionettenspieler werden immer die Fahne übernehmen.

Also tue ich gut daran, teilweise außerhalb des Systems zu leben, um die Systembrüche zu überstehen.

Ein lebender Hund ist besser als ein toter Löwe.
Prediger 9, Vers 4

Die Verortung aus dem 19. Jahrhundert ist überholt, politische Parteien sind nur Lobbyisten-Clubs, ein Auslaufmodell, das auf der ganzen Linie versagt. Das System zerbröselt vor unseren Augen.

Chinesische Kaiser haben oft die lokale Selbstverwaltung bestehen lassen. Das bescherte den Menschen viel Nutzen und der Kaiser konnte trotzdem seine Ziele verfolgen.

Allerdings hat die KPC viele Chinesen so extrem vergewaltigt, dass wohl 50 bis 100 Jahre vergehen werden, bis sich nach dem Ende der KPC wieder traditionelle Gesellschaftsstrukturen gebildet haben.

Und hier in Deutschland wird es auch lange dauern, bis der Wind die Spuren der BRD verweht hat.

Nachtrag am 29. Januar 2015

Es gibt viele soziale Netzwerke. Sie gleichen Narrenschiffen voller Menschen, die nicht wissen, wie sie ihre Zeit totschlagen sollen, die jede Mücke zum Elefanten aufblasen. Sie mehren die Informationsflut, die ein Mensch, der selbst lebt und arbeitet, überhaupt nicht verarbeiten kann. Langsam gewinne ich den Eindruck, dass hier nach dem Muster von "Brot und Spiele" gehandelt wird. Das Leben findet doch von Mensch zu Mensch im Haus und vor dem Haus statt und nicht in den virtuellen Welten von Computern und Telefonen.

Ich versuche, die Vorzüge für mich zu nutzen. Früher fuhr ich in die Stadtbücherei, um zu forschen. Heute habe ich auch Zugriff auf Wissen, das von Büchern nicht erfasst werden kann. Das meiste kann ich über den Versandhandel beziehen, muss also nicht mehr in den Einkaufszentren herumlaufen. Insofern ist das Internet für mich eine wunderbare Erfindung. Aber das Leben an sich findet hier auf dem Grundstück statt, wo Hund und Katz sich den Lebensraum mit den wilden Tieren teilen und die Früchte zusammen mit den Herbstblättern von den Bäumen fallen.

Vermutlich erfahre ich von Zusammenbrüchen erst, wenn sie auf Hartgeld.com gemeldet werden.

Nachtrag am 4. Januar 2016

Im Laufe des letzten Jahres war ich immer weniger damit zufrieden, vorhandene Beiträge zu ergänzen oder zu aktualisieren, sondern begann auch wieder, neue zu schreiben. Die täglichen Garagentexte enthalten viele gesellschaftliche Bezüge mit Textpassagen, die 1:1 auch hier stehen könnten, als hätte ich sie für DZiG.de geschrieben.

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