Die Verschwendung der Elektroträumer

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Norbert Schulze: Elektromobilität - Fluch oder Segen für die Umwelt?

19. Januar 2017 | Interview mit Friedrich Indra: "Es gibt einen Hass gegen Verbrenner": Motoren-Papst rechnet mit Elektromobilität ab

Diese Möglichkeit scheint sich noch nicht bis in die Politik herumgesprochen zu haben. Die will den Verbrenner abschaffen.

So unglaublich das ist: Das ist inzwischen leider eine reale Gefahr. Dabei löst das Elektroauto kein einziges Umweltproblem und leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz. Während die Politik es nicht verstehen will, ist die Autoindustrie offenbar nicht imstande, mit einer Sprache zu sprechen, obwohl man das Thema ganz einfach erklären kann. Warum kann die deutsche Industrie nicht tun, was Toyota vormacht? Dort sagt man klipp und klar: Wir machen nicht mit, weil man damit kein Geld verdienen kann, die Energiebilanz schlecht ist und baldige Lösung nicht in Sicht ist. Aber die deutsche Bundesregierung hat eben zur Förderung dieser Technik 13 Milliarden Euro unter die Auto- und Batteriehersteller gestreut, und ich habe oft den Eindruck, dass das eine Art Schweigegeld ist.

Elektroautos im Winter – das Problem mit der Reichweite

7. Februar 2017 | BMW i3: Einer, der den Sommer herbeisehnt

Immer tiefer sinkt die Restreichweite, während der Stromer mit tempomatgedrosselten 110 km/h die A7 und die S10 Richtung Heimat hinauf ins Mühlviertel klettert. Von den anfangs versprochenen 157 Kilometern Reichweite bleiben nach einer Strecke von 77 Kilometern noch 21 übrig. Und das ohne Heizung, Radio oder sonstigen Nebenverbraucher. Nicht einmal das Fernlicht getraut sich der Testpilot aufzudrehen.

Elektroautos und ihre Reichweite - UPDATE 3. Februar 2017 | Wie weit reicht der Saft im E-Auto? Der elektrische Reichweitenkönig stammt aus den USA. Hier kommen die aktuellen Elektro- und Hybridautos, sortiert nach der Reichweite mit einer Stromladung.

27. Januar 2017 | Kältetest im Schwaben-Kühlschrank

Wer Brennstoffe und Rohstoffe verschwendet, um Elektromobilität zu ermöglichen, ist ein GROSSER Dummkopf

Reihengaragen werden sinnigerweise mit Elektroanschlüssen für elektrische Garagentorantriebe, Beleuchtung und Steckdosen ausgerüstet. Nicht geeichte Stromzähler sind preiswert erhältlich, um die Stromkosten pro Stellplatz mit einem geeichten Stromzähler als Referenz zu ermitteln. Eine Ladestation für ein Elektroauto ist jedoch ein Großverbraucher, der einen eigenen Stromkreis mit Absicherung erfordert. Die Stromkreise müssen gleichmäßig auf die drei Drehstromphasen aufgeteilt werden, um näherungsweise eine gleichmäßige Belastung der drei Phasen zu erzielen. Besteht eine Reihengarage aus sechs Stellplätzen, so wären die Kosten für den einzelnen Stellplatz nur im Rahmen einer Baumaßnahme preisgünstig. Das Aufteilen auf sechs Baustellen treibt die Kosten in die Höhe.

Petition von Elektroträumern

Es gibt in Deutschland noch Leute, die gerne Geld verbrennen. Seit 18. Januar 2017 bis zum 6. Februar fanden sich 523 Träumer für eine E-Petition des Deutschen Bundestages. Bis zum 15. Februar 2017 muss das Quorum erreicht werden, das 50.000 Mitzeichner erfordert. Der grobe Unfug ihrer naiven Denkweise ist ihnen nicht bewusst. Sie wollen als Garagenmieter die Kosten für Ladestationen grundstücksintern übernehmen. Wenn aber der Grundstücksanschluss verstärkt werden muss, um die zusätzliche Last aufzunehmen, gibt es nur den Grundstückseigentümer als Vertragspartner. Dies ist der knallharte Grund für eine notwendige Einstimmigkeit in Wohnungseigentümergemeinschaften.

Es ist schon eine fantastische Träumerei, drei unerfüllbare Voraussetzungen in einen Satz zu packen: „Die drei wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Elektromobiliät sind bezahlbare Autos, ausreichende Reichweite und das Vorhandensein der Infrastruktur. Die beiden ersten Faktoren entwickeln sich durch beständige Innovation der privaten Wirtschaft zunehmend weiter. Die Ladeinfrastruktur – speziell die in privaten Haushalten – ist jedoch noch ein großes Hindernis für ein deutliches Wachstum der Elektromobiliät. Die öffentlichen Ladestationen allein können den Ladebedarf nicht decken.“

Kosten, Reichweite und Infrastruktur

Eine Autobatterie mit 140 kWh Kapazität kostet etwa 30.000 Euro. Allein deshalb können Elektroautos niemals mit Benzin- Gas- oder Dieselautos konkurrieren. Die Reichweite kann temperaturbedingt auf unter 100 km sinken, die von Verbrennungsmotoren ist temperaturunabhängig. Wer ist so töricht, in eine Infrastruktur zu investieren, die ein Vielfaches an Kosten verursacht und Einbußen am Nutzwert zur Folge hat? Es ist eine einzige Narretei, die nur noch von Schildbürgern überboten wird, die Licht in Säcken in ihr Rathaus tragen, damit es dort hell genug ist.

Kommentare

Kommentar aus dem Querdenkerverteiler

Lieber H.-W., lieber Herr Kolpak,

ein Elektroauto besteht aus deutlich weniger Teilen. Wenn wir die Motoren vergleichen, bemerkt man sofort das geringere Gewicht eines Elektromotors. Dieser ist viel kleiner und hat weniger Teile, die sich bewegen und kaputtgehen können.

Die seltenen Erden, die für die Motorenherstellung bei manchen Herstellern verwendet werden, sind schon bei der Massenproduktion von Industriemotoren eliminiert worden. Man braucht keine Permanentmagnete mehr, um effizient zu sein.

Derzeit ist die Batterie der größte Kostenfaktor für ein Elektroauto. Die Technologie hat hier geschlafen. Die meisten Batterien, die wir in den letzten Jahren verwendet haben, arbeiten noch mit der Technik von Edison, so als würden wir noch die Originallampe von Edison für unsere Beleuchtung verwenden.

Die Li-Ion Batterie hat hier schon einen technologischen Neuanfang geschaffen. Aus Amerika höre ich von mehreren Freunden, daß die derzeitige Entwicklung der neuen Batterien mit der Chipentwicklung in den 80er Jahren zu vergleichen ist. Ich habe die Angabe von 16% jährliche Kostensenkung für die Batterie zwar nicht kontrolliert, kann mir aber eine solche Entwicklung schon vorstellen, denn Lithium ist keine ‚seltene Erde‘. Es befindet sich an vielen Plätzen der Erde. Nur hat man dieses Mineral (oder Salz) nicht gezielt gesucht, weil früher keiner Lithium brauchte. Da kann man sicherlich die Erfahrungen aus der Ölforschung zum Vergleich heranziehen: jährlich werden immer neue Vorkommen gefunden.

Damit wird Lithium mit der Zeit billiger und die Batterietechnologie effizienter. So öffnet sich die Welt der Batterien auch für andere Zwecke, z.B. als Pufferspeicher oder als Ausgleich für Verbrauchspitzen. Dies wird perfekt in Kombination mit der erneuerbaren Energieproduktion sein. In diesem Bereich werden wir sicherlich noch viel erleben.

Unter diesen Voraussetzungen bin ich sicher, daß das Elektroauto in den nächsten Jahren billiger wird als ein traditionelles.

Zweiter Punkt:

Fossile Brennstoffe sind bereits in ihrer Definition "fossil", also mit einen begrenzten Dasein gesegnet. Ich hoffe trotzdem, für mich und meine Kinder nicht ein Ende von Öl oder Kohle erleben zu müssen. Diese Stoffe sind zu wertvoll für die Produktion von vielen Materialien, die wir täglich brauchen. Nach meiner Meinung sollten wir diese Wertstoffe nicht wirklich einfach verbrennen.

Zum Stickoxid oder dem seit einiger Zeit in Mode gekommene Kohlendioxid (CO2) – Stichwort: ‚menschlich verursachter Klimawandel‘. Beide sind nicht das wirkliche Problem. Mich stören eher die vielen kleinen Zusatzpartikel, die bei der Verbrennung von Diesel, Benzin (oder auch Holz) entstehen, kurz: der Feinstaub, den z.B. heutige Diesel mehr produzieren als früher. Deswegen sollten wir keinen Rauch einatmen, auch wenn wir genügend Sauerstoff bekommen können: Seitdem ich ein Elektroauto fahre, genieße ich es, in der freien Natur ganz langsam zu gleiten und die Luft bei offenem Fenster zu „riechen“. Das ist beinahe wie Fahrrad fahren. Ich habe das gleiche mit meinen drei Jahre alten Dieselauto versucht - es war ein olfaktorischer Horror!

Aus diesem Grunde will ich nur noch Elektroautos fahren - wo immer es geht; für mich eine Verbesserung der Lebensqualität. Derzeit muß ich aber noch mehr Geld ausgeben und mich mit den begrenzten Reichweiten und einer schlechten Infrastruktur begnügen, um diese Verbesserung meiner Lebensverhältnisse zu gewärtigen. Am Anfang des Autozeitalters war es genauso, man mußte zur Apotheke, um Benzin tanken zu können.

Was ist teurer? Eine Infrastruktur, die auf Elektrokabeln und Ladestationen oder eine, die auf Tankstellen mit LKWs basiert, die täglich in der Gegend herumfahren, um Tankstellen zu beliefern?

Im letzten Teil bin ich auch Ihrer Meinung. Der Diesel verdient die derzeitige Hexenjagd nicht. Er wird meiner Meinung nach auch in Zukunft für viele Anwendungen seine Berechtigung haben.

Ich wünsche viel Freude und Freiheit

Paolo Varisco

Hans Kolpak
Goldige Zeiten

Hartgeld.com-Leser

Rohstoffe & Energie

Kommentar der Redaktion

[17:30] In diesem Artikel geht es um Elektroautos. Vor einigen Tagen hat uns ein Österreicher einen Artikel über dem BMW-i3 (leider nicht Online verfügbar) zugeschickt. Bei einem Test im Winter kam das Autor gerade 80km, obwohl sogar die Heizung ausgeschaltet war (brrrr!). Das wurde mitgeschickt:

Leider finde ich den Artikel nicht im Netz. Trotzdem ein must-read-Artikel. Mein Nachbar hat sich tatsächlich so ein Kfz zugelegt - natürlich geleast. € 47.000.- für ein Kfz, das im Winter ohne Heizung eine Reichweite von unter 200 km bietet. Für den Sommer würde ich im Prospekt eine fahrende Sauna bewerben.

Kommentar der Redaktion

... weil man im Sommer die Aircondition nicht einschalten darf.WE.

[18:45] Leserkommentar-DE:

Der Beitrag sollte aus Ingenieur-Sicht wie folgt ergänzt bzw. korrigiert werden:

>Eine Autobatterie mit 140 kWh Kapazität kostet etwa 30.000 Euro.
Ja, ein Li-Ion-Akku kostet heute nahezu 220 Euro/kWh, was bei einem sinnvollen Zweitwagen mit 120 km Winter-Reichweite bei 25 kWh Gesamt-Kapazität in (sicherlich immer noch teuren) 5500 Euro Anschaffungspreis resultiert. Die zitierte 140 kWh-Kapazität haben aber nicht einmal die teuersten Tesla-Pkws, sondern sind eher im (Zusteller-)Nutzfahrzeugbereich sinnvoll.

> Allein deshalb können Elektroautos niemals mit Benzin- Gas- oder Dieselautos konkurrieren. Die Reichweite kann temperaturbedingt auf unter 100 km sinken, die von Verbrennungsmotoren ist temperaturunabhängig.
Bei einer eigenen PV-Anlage und als Zweitwagen, der die meiste Zeit zu Hause steht, um z.B. die Kinder zu kutschieren oder mal Einkaufen zu fahren, gibt es bereits einen technischen sinnvollen Markt, da die Winter-Reichweite auch bei 100 km vollkommen ausreicht und Verbrennungsmotoren sehr viel wartungsintensiver und - bei sehr kaltem Wetter - auch störanfälliger sind.

Das Lithium ist am Akku-Lebensdauerende - im Gegensatz zum konventionellen Treibstoff des Verbrenners - noch vollständig vorhanden, so dass - Ingenieure und Naturwissenschaftler - dieses wieder verwerten werden, wenn verstärkt aufkommende Rohstoff-Verteilungskämpfe entsprechende Preisvorteile ermöglichen!

Dies bedeutet, dass die 5.500 Euro nicht erneut u.a. für Lithium aus chilenischen Salzseen ausgegeben werden müssen, sondern - wie heute bei den Blei-Akkus - das Recycling lukrativ wird.

>Wer ist so töricht, in eine Infrastruktur zu investieren, die ein Vielfaches an Kosten verursacht und Einbußen am Nutzwert zur Folge hat?
Ja, betriebswirtschaftlich ist es bislang nicht lukrativ und momentan noch Vorkämpfern für technischen Fortschritt - der Ursache von Wohlstand für die breite Masse der Menschen - vorbehalten; volkswirtschaftlich - da die Kosten der Sicherung der Rohstoffversorgung - noch nicht eingepreist sind, momentan auch noch nicht; dies kann sich aber jederzeit ändern, wenn der Zugriff auf die Ressourcen mit militärischen Mitteln gesichert werden muss.

>Es ist eine einzige Narretei, die nur noch von Schildbürgern überboten wird, die Licht in Säcken in ihr Rathaus tragen, damit es dort hell genug ist.
Naja, dies ist eine Sicht, die es lohnt, sicher differenziert überdacht zu werden: In China gibt es heute schon über 20 Mio Elektrofahrzeuge (zu allermeist natürlich einfache Zweiräder, die bei uns noch mit knatterndem Zweitakt-Verbrenner zugelassen sind), auch weil die dortigen Stadtbewohner lokal saubere Luft haben wollen. Wohlstand für die breite Masse, also Mobiltät trotz Smog, ist das auch nur eine Narrenposse?

Kommentar der Redaktion

[19:15] Das machen alles hirnlose Grünaffen. Mögen sie auf ihrem Nacktmarsch zur Läuterung ordentlch frieren.WE.

[19:25] Leserkommentar zum blauen Kommentar von 17:30:

Hier kann man den Unfug mit dieser Dreckskarre nachlesen: Dauertest BMW i3: Ein Jahr im Elektroauto: Der größte Schock kommt am Ende

Selbstversuch eines gesponsorten Vollidioten. Eine Schande ist das, was BMW da macht! Trotzdem erhalte ich meinen BMW E34 Touring Panzerle weiter am Leben. Das Muli ist 22 Jahre jung, hat 340.000 km auf dem Buckel, wird regelmäßig überladen, und schnurrt wie ein Kätzle. Vom 26 Jahre jungen MB 190 E 2.6 nicht zu reden, der nur im Sommer fahren darf. Dem habe ich eine Sommerfahrplakette zugeteilt... Ganz ehrlich, so Leute sind vollkrank im Schädel, der nächste Unfall wird die aus dem Genpool rauskicken, wenn die Batterien hoffentlich voll sind, siehe Tesla!

[19:40] Leserkommentar-DE:

In einer Firma wurde dieses Kurzstreckenfahrzeug angeschafft. Man beachte den Namen: Mief

Hier die Einschränkungen: Im Winter sind vier Entwickler in eine 30 km entfernte Stadt mit Vollgas über die Schnellstraße .. Licht.. Heizung.. Radio .. Handy an Ladebuchse, zurück mit dem Taxi (sonst hätten Sie Konzernvorgaben max. 10 Stunden Arbeitszeit überschritten).

Hatte neulich mit so einem Elektro-Fan (eingebaute Lernresistenz-Assistenten: Model Premium Idiotensicher) eine Unterhaltung, warum er nun doch wieder einen Benziner fährt und nicht mal Hybrid? **stups** "Man muss warten, bis alle Straßen automatisch die Fahrzeuge laden."

Kommentar der Redaktion

Es muss noch bis mind. bis Ende dieses Herbstes dauern, bis alle überlebenden Hirne den Kaiser herbei schreien. Bis dahin empfehle ich ein Elektro Megaphon mit programmierbarer Taste für die Kaiserhymne.