Postfaktisch: Fakten und Emotionen

Bild von Hans Kolpak

26. August 2015 | Gefühlte Kriminalität: Die Pressemitteilungen der Wiener Polizei manipulieren unsere Wahrnehmung von Verbrechen

„Herrschaft über die Wirklichkeit“

„Tatort- und Soko-Kitzbühel-Kriminalität“, nennt das der Kriminalsoziologe Reinhard Kreissl. Es sei die Art von Kriminalität, bei der sich die Polizei gut als Retter inszenieren könne. Tatsächlich sei Polizeiarbeit vor allem trockene Routine und Schreibtischarbeit, aber gerade mit ihrer Pressearbeit könne die Polizei bestimmen, was sich die Bevölkerung unter Kriminalität vorstelle: „Die Polizei hat hier die Herrschaft über die Wirklichkeit“, sagt Kreissl. Dabei gehe es auch um politische Interessen: „Die Polizei hat es gern, wenn die Gesellschaft ordentlich und sauber ist. Nach dem Muster: Wir sind die Normtreuen, und dann gibt es am Rand der Gesellschaft die Bösen, die Handtaschen rauben oder mit Drogen dealen.“ Gewalt aus der Mitte der Gesellschaft, Rassismus oder Vergewaltigungen zum Beispiel, passe nicht in dieses Bild.

Historische Faktenverfälschung

Durch eine Aktion gegen Miesmacher und Kritikaster (kurz Miesmacher-Aktion) versuchte die Reichspropagandaleitung der NSDAP im Frühjahr 1934, einem Stimmungsumschlag in der Bevölkerung entgegenzuwirken und spontane Unmutsäußerungen und laute Kritik von enttäuschten Volksgenossen und Parteiangehörigen einzudämmen. Vermutlich auf Initiative Adolf Hitlers eröffnete Joseph Goebbels am 11. Mai 1934 mit einer Rede im Berliner Sportpalast diesen „Feldzug gegen Miesmacher und Kritikaster, gegen Gerüchtemacher und Nichtskönner, gegen Saboteure und Hetzer“. Die Kampagne wurde reichsweit bis Ende Juni 1934 fortgeführt.

Fake News

23. November 2016 | Parlament warnt vor Anti-EU-Propaganda aus Russland und von Islamisten (Video hierzu mit Rico Albrecht ganz unten)

13. Dezember 2016 | Meinungsfreiheit: Keinen Fußbreit nachgeben!

14. Dezember 2016 | Schleusten Spitzel ein - Studie zeigt: Stasi versuchte, die Grünen zu unterwandern und zu lenken

15. Dezember 2016 | BILD-Zeitung dreht durch: Merkel unschuldig – Putin verantwortlich für Sexmobs in Deutschland

16. Dezember 2016 | Glaubwürdigkeitstipps für Journalisten

18. Dezember 2016 | Bundesjustizminister Maas ist ein Fake


Postfaktisch“ wurde zum Wort des Jahres 2016 gekürt, was auch an völlig unpolitischen Lebensbereichen nicht spurlos vorübergehen kann. Wer verantwortungsbewusst Gefühle einsetzt oder mit Emotionen spielt, um vertrauensvolle Menschen zu führen, hat ein gutes Werk getan.

Postfaktisch bedeutet "nachdem die Fakten bekannt wurden". Doch im Neusprech des politisch Korrekten erfährt das Wort gerade eine neue und gänzlich andere Bedeutung. Genau hierdurch wird eine neue Lüge aufgetischt!

Southpark - We are just reporting it

26. Mai 2014 | Season 9, Episode 8 (Two Days Before the Day After Tomorrow)

Die größten Verbrecher auf dem politischen Parkett rufen gewohnheitsmäßig „Haltet den Dieb!“, nachdem sie ihre Schäfchen ins berühmte Trockene gebracht haben. Was hat das mit dem Leben im Allgemeinen zu tun? Sehr viel!

Nachdem Betonköpfe als solche erkennbar waren, kam es im Diskurs nicht mehr auf die richtige Betonung an, sondern es wurden Halbwahrheiten und Märchen aufgetischt, um die Flut aus Fakten rund um brennende Probleme einzudämmen und zu leugnen. Sobald Lügner bloßgestellt sind, tischen sie neue Lügen auf und verdrehen jede noch so offensichtliche Wahrheit. Sie bleiben uneinsichtig.

Postfaktisch - was heißt das und wer ist postfaktisch?

20. November 2016 | Quellen in der Videobeschreibung

Zufällig sagte der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, während der zdf-Sendung "Was nun?", die am 14. Dezember 2016 das deutsche Publikum verstrahlte:

"Diesmal haben wir es mit einer Polykrise zu tun. Es brennt an allen Ecken und Enden - nicht nur an europäischen Ecken und Enden. Aber dort, wo es außerhalb Europas brennt, verlängert sich die Feuersbrunst nach Europa."

„Postfaktisch ist das falsche Wort“

2. Dezember 2012 | Ansbert Kneip, Redaktionsleiter von „Dein Spiegel“, über Rationalität im Umgang mit Fakten – Video von der 5. KinderMedienKonferenz

Das Wort des Jahres 2016

Sobald Massenbewegungen offensichtlich sind, stellen sich die Marionettenspieler vor die Massen und übernehmen die Führerschaft. Sie versuchen durch ihre Handlanger, die Deutschungshoheit zurückzugewinnen. Daher schreibt die Lobbyorganisation im Deutschen Bundestag „Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.“ [1] in ihrer Presseverlautbarung:

Postfaktische Politik war beispielsweise der Wahlkampf gegen den Verbleib Großbritanniens in der EU. Mit zum Teil gezielten Fehlinformationen schürten die Befürworter des Austritts den Unmut in der Bevölkerung, die tatsächlich am 23. Juni 2016 mehrheitlich für den Brexit stimmte. Ein Ergebnis postfaktischer Politik war auch der Triumph von Donald Trump, der mit Diskriminierungen und wahrheitswidrigen Behauptungen wie der Aussage, Barack Obama habe die Terrororganisation »Islamischer Staat« gegründet, in den USA zum Präsidenten gewählt wurde.“ [2]

Bislang ist eine Wahrheitskommision denkbar, die Gründung eines Wahrheitsministeriums wurde noch nicht erwogen:

"Es ist nicht ganz einfach, eine Institution zu erschaffen, die sozusagen in Form einer Wahrheitskommission entscheidet, was ist wahr und was nicht. Dann muss ja auch noch entschieden werden, was ist relevant oder was ist nicht relevant. Da befinden wir uns am Anfang einer Diskussion."

sagt ohne Ironie ein gewisser Bundesjustizminister namens Heiko Maas. [3]

Der CDU-Rechtspolitiker Patrick Sensburg forderte: "Zum anderen müssen wir überlegen, ob es eine Art 'Prüfstelle' geben soll, die Propaganda-Seiten aufdeckt und kennzeichnet."

Anmerkung: Wer manipuliert, braucht eine heterogene Bevölkerung, ein kulturell homogenes Volk stört nur den Prozess „Teile und herrsche!“.

"Postfaktisch" Das Wort des Jahres von der Lügenpresse?

11. Dezember 2016 | Auf tagesspiegel.de titelt man "Das Wort des Jahres - 'Postfaktisch': Was wahr ist, bestimmen wir!". Ich dachte mir, ich solle mir zu diesem Artikel mal einige Gedanken machen.

Linke Lebenslügen scheitern

Andreas Unterberger nimmt den Triumpf von Linken in Österreich und in Deutschland aufs Korn:

„Warum er sich überlegen wähnt, kann der politisch korrekte Bückling zwar nicht so recht begründen. Er fühlt sich einfach – schließlich leben wir im postfaktischen Zeitalter – dem linken Moral-Adel zugehörig, einer Kaste, die alle wichtigen Positionen in unserer Gesellschaft besetzt hat.
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Am Parteitag der deutschen Grünen vor wenigen Wochen erntete Bastian Hermisson, Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington, tosenden Applaus. Seine bejubelte Kernaussage: „Was moralisch richtig ist, wissen wir sowieso, und wir blicken mitleidig auf die anderen, die noch nicht soweit sind.“ Die moralische und intellektuelle Überlegenheit der Neosozialisten ist offenbar naturgegeben. Argumente? Ach Gott, das war einmal, wir leben doch im postfaktischen Zeitalter, wo Geschlechter soziale Konstrukte sind und der Wohlstand aus der Notenpresse kommt und Sozialismus erstmals funktioniert.
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Dass ausgerechnet die „Guten“ das postfaktische Zeitalter ausgerufen haben, um damit den politischen Gegner zu desavouieren, ist kein Widerspruch, sondern passt perfekt ins Bild. Der Sozialismus ist gescheitert, oder wie es der gemeine Sozialist ausdrückt, einmal mehr nicht richtig umgesetzt worden. Auch die marxistischen Derivate Genderismus und Multikulti-Ideologie scheitern gerade spektakulär und die sozialistische Geldpolitik der EZB und die Umverteilungspolitik der EU stehen kurz vor dem Kollaps.“ [4]

Spielt es da überhaupt noch eine Rolle, ob Karl Marx und Friedrich Engels nur Handlanger eines britischen Geheimdienstes waren? [5] Das kann eigentlich nur "eine postfaktische Phantasie von Rechtspopulisten und Rechtsextremen" sein!

Quellen:
[1] www.gfds.de/ueber-die-gfds/redaktionsstab-im-bundestag/
[2] www.gfds.de/wort-des-jahres-2016/
[3] kurzlink.de/Wahrheitskommision
[4] www.kurzlink.de/Aufgebot
[5] www.dzig.de/Der-Wahnsinn-sozialistischen-Denkens

Propaganda heißt jetzt „strategische Kommunikation“. Rico Albrecht bei RT Deutsch

11. Dezember 2016 | Ein wesentliches Element moderner Propaganda ist die Auswahl von speziellen Begriffen, die gezielt auf unser Denken einwirken sollen. Das Wort Propaganda selbst ist, seitdem es ein „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ gab, natürlich mit negativen Assoziationen besetzt. Propaganda ist es zwar laut Definition immer, wenn jemand versucht, die öffentliche Meinung gezielt zu beeinflussen. So bezeichnet wird dies aber nur bei den Konkurrenten im Wettbewerb um die Deutungshoheit. Bei sich selbst nennt die EU es nun: „Task Force für strategische Kommunikation“.