Flemming Rose: Gezielte Polarisierung von Muslimen und Juden?

Bild von Hans Kolpak

Nun sind ein paar Jahre ins Land gegangen und noch immer haben totalitäre Weltanschauungen mehr Reibungspunkte miteinander als tolerante und weltoffene. Das macht ja nichts, denn oft sind sie einfach nur verwandt: Abraham hatte zwei Söhne: Ismael und Isaak. Sind Juden heute so wichtig, daß sie permanent thematisiert werden müssen? Sind es die Muslime?

Mir ist kein Teil der Menschheit bekannt, der frei von Verrücktheiten ist. Mir fällt nur auf, daß Kinder, die durch ihre Eltern und durch die Gesellschaft verbaler und körperlicher Gewalt ausgesetzt sind, diese Verhaltensweisen übernehmen. Die Gefühle von Schmerz und Zorn sind unauslöschlich in allen Körperzellen gespeichert und jederzeit impulsiv aktiviert. Es braucht nur einen Anlaß.

Nur Männer wissen, wie empfindlich die Eichel ihres Penis ist - nicht nur aus sexueller Perspektive. Das Abschneiden der Vorhaut ist und bleibt eine Sauerei und ein Verbrechen gegen Menschen. Da können mir die Juden und Muslime erzählen, was sie wollen. Frauen können aus biologischen Gründen gar nicht wissen, wie furchtbar es ist, wenn die Hoden gequetscht oder geprellt werden. Kein Wunder, wenn Männer von Natur aus wehleidiger und schmerzempfindlicher sind als Frauen.

Flemming Rose: "Wir wollten zeigen, dass Muslime ebenso behandelt werden sollten wie andere gesellschaftliche Gruppen - Christen, Politiker und das Königshaus. Jeder wird satirisch unter die Lupe genommen und dies ist ein Ausdruck für Anerkennung und Akzeptanz. Muslime sind Teil der dänischen Gesellschaft und keine marginalisierte Gruppe, die besonders behandelt werden sollte."

"Der Feuilleton-Redakteur der dänischen Zeitung Jyllands-Posten, Fleming Rose, der die Karikaturen in Auftrag gegeben hatte, behauptet im Interview mit Radek Nedved, der Streit um die Mohammed-Karikaturen sei von dänischen Muslimen, die extra in den Nahen Osten gereist seien, gezielt geschürt worden. 'Sie haben dort wissentlich Lügen über die Situation der Muslime in Dänemark und über meine Zeitung verbreitet. Sie benutzten dazu unter anderem zwei Mohammed-Karikaturen, die nie in einer dänischen Zeitung gedruckt worden sind... Was hier stattfindet, ist ein Kampf zwischen einer modernen säkularisierten Demokratie, in der jeder das Recht hat, zu sagen und zu schreiben, was er will, und Kräften, die ihre religiösen Tabus Menschen mit einem anderen Glauben aufzuzwingen versuchen.'"

Am 4. Januar 2010 veröffentlichtes Interview: "Keine Frage des Mutes"