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Wird unsere Sicherheit am Hindukusch verteidigt?

Bild von pol. Hans Emik-Wurst

Afghanistan im Fokus

Afghanische ZivilGesellschaft

Im Rahmen des Zivilgesellschaftlichen Forums am 2. und 3. Dezember 2011 in Bonn stellten 34 Delegierte aus der afghanischen Zivilgesellschaft ihre Perspektiven und Erwartungen für die Zukunft Afghanistans vor.

Unter der Federführung der Afghanistan Independent Human Rights Commission (AIHRC) haben Vertreterinnen und Vertreter aus zahlreichen Nichtregierungsorganisationen in einem landesweiten Abstimmungs- und Beratungsprozess ihre Positionen mit Blick auf die Internationale Afghanistan-Konferenz formuliert.

Das Zivilgesellschaftliche Forum Afghanistan wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung in enger Abstimmung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit organisiert.

Weitere Informationen sind auf Afghanistan-Forum.org in deutscher und englischer Sprache enthalten.

Afghanistan als Staat der Bürgerinnen und Bürger

Debatte zum Militäreinsatz in Afghanistan erforderlich

Am 6. April 2010 interviewte Gerd Breker vom Deutschlandfunk Citha Maass, Afghanistan-Expertin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik.

Breker: Frau Maas, als der Einsatz begann, hat man hier zu hören bekommen, unsere Sicherheit würde am Hindukusch verteidigt. Stimmt das überhaupt noch?

Maas: Das ist ja nie mit Inhalt geführt worden, und das ist nicht nur meine Kritik auch an der Bundesregierung. Das hätte mit Inhalt geführt werden müssen. Gerade nach meiner Erfahrung der letzten acht Monate in Afghanistan denke ich, dass wir eine öffentliche Debatte in Deutschland brauchen, dass auch das Kanzleramt sagen sollte, warum wir jetzt noch deutsche Soldatinnen und Soldaten nach Afghanistan schicken, warum wir noch zivile Entwicklungshelfer in dieses Land schicken, wenn die afghanische Regierung selbst so korrupt ist, wenn sie selbst Probleme schafft, die dann wiederum Zulauf für Aufständische führen. Meine Empfehlung ist, dass wir eine öffentliche Debatte brauchen, wie wir die in London beschlossene Strategie umsetzen, nämlich eine Provinz nach der anderen in afghanische Verantwortung zu übergeben. Da könnte man zum Beispiel mit Badakhshan im nächsten Jahr beginnen. Wie das von deutscher Seite vorbereitet werden kann, das sollte für mich Thema einer innerdeutschen Debatte sein.

Kontext TV: Marc Thörner über Afghanistan-Krieg, Bundeswehr und Warlords

Zehn Jahre Afghanistan-Einsatz: "Die Soldaten sind blind, taub und stumm"

Reinhard Erös am 16. November 2011: "Die ausländischen Soldaten sind blind, taub und stumm. Sie können nichts lesen, die Einheimischen nicht verstehen und nicht mit ihnen reden. Wie sollen sie da für Sicherheit sorgen? Unsere Organisation arbeitet mit der Vorgabe, dass sich ausländische Soldaten den Einrichtungen nicht nähern dürfen. Den Schutz beim Bau und Betreiben der Schulen und Waisenhäuser bilden Einheimische. Keine unserer Einrichtungen oder Mitarbeiter wurde von den Aufständischen jemals auch nur bedroht. Ausländische Soldaten sind dagegen nach unserer und der Erfahrung auch anderer Hilfsorganisationen eher Bedrohung als Schutz. Sie wirken wie ein Magnet, der die Gewehrkugeln der Aufständischen regelrecht anzieht. Das wollen wir nicht und sind damit seit zehn Jahren sehr gut gefahren.

Der Islam gehört zum Christian