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Wie wahrscheinlich ist ein langfristiger Stromausfall in Zentraleuropa?

Bild von pol. Hans Emik-Wurst

Kurzfristige Überspannungen können Schaltkreise kurzschließen, kurzfristige Unterspannungen bereits zu Datenverlusten führen, denn die Inhalte eines Arbeitsspeichers sind flüchtig. Sekundenbruchteile erscheinen harmlos. Man hilft sich mit einer Steckerleiste gegen Überspannungen von Belkin oder mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung von APC, die einige Minuten überbrückt, bis der Akku leer ist.

Was geschieht jedoch, wenn nach ein bis zwei Tagen die Inhalte einer Tiefkühltruhe immer wärmer werden oder die Zimmertemperatur im Winter sich immer mehr der Außentemperatur nähert? Die persönliche Komfortzone geht leicht verloren, weil die gesamte Zivilisation von elektrischem Strom abhängt. Trotzdem verzeichnet der gemeinnützige Stromverbraucherschutz NAEB in Berlin nur weniger als 120 Mitglieder:
www.NAEB.info und www.NAEB.tv

Millionen von Europäern ist überhaupt nicht bewusst, dass ein Komplettausfall des europäischen Verbundnetzes wochenlange Stromlosigkeit bedeuten kann. So lange dauert es, bis alle Stromkreise wieder unter Spannung stehen - aber nur, wenn keinerlei Infrastruktur zerstört worden ist.

Bedrohung Blackout: - Wahrscheinlichkeit – Risiken - Vorsorge

Das Buch von T.C.A. Greilich ist am 26. Juli 2018 erschienen.

Nach der offiziellen Statistik fällt in Deutschland jeden Tag irgendwo 472 Mal der Strom aus. Einschlägige Untersuchungen haben gezeigt, dass dabei 90 Prozent der Stromunterbrechungen noch gar nicht erfasst sind. Demnach würden die tatsächlichen Versorgungsstörungen bei rund 4700 Stromausfällen liegen - pro Tag!

Diese Zahl lässt erahnen, dass etwas faul sein muss mit der deutschen Stromversorgung - und tatsächlich haben sich die erforderlichen Eingriffe, um das Stromnetz stabil zu halten, [ aufgrund der Einspeisung von Ökostrom ] vervielfacht.

Die Risikofaktoren nehmen zu und sind vielfältig, etwa die strukturelle Versorgungssicherheit, Naturereignisse und Klimawandel, Energiewende und steigender Energiebedarf, Cyber- und Terrorangriffe.

Die Frage ist nicht, ob es zu einem Blackout kommt, sondern wann

Mittlerweile sind täglich Eingriffe der Netzbetreiber zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Stabilität des Netzes erforderlich. Oft hatten wir einfach nur Glück, dass es bei kleineren Störungen blieb.

Aus diesem Grunde stellt T. C. A. Greilich seinem Buch die These voran: Die Frage ist nicht, ob es zu einem Blackout kommt, sondern wann. Um dies zu belegen, beleuchtet er nicht nur die Risiken, sondern bewertet auch die Wahrscheinlichkeit und gibt einen Überblick über bisherige Vorfälle, deren Ausmaß und Häufigkeit sowie Einschätzungen von Experten, Unternehmens- und Behördenvertretern.

T. C. A. Greilich will sensibilisieren und wachrütteln, denn viel mehr als um die Problembetrachtung geht es ihm darum, dass wir weder als Privatpersonen noch auf staatlicher Ebene für den Fall eines Blackouts vorbereitet sind - der in unserer Just-in-time-Gesellschaft fatale Auswirkungen hätte.

Doch er geht noch einen Schritt weiter und zeigt ganz konkret auf, welche Vorsorgemöglichkeiten jedermann für den Fall einer nicht mehr oder nur noch beschränkt vorhandenen Funktionalität von Lebensmittel- und Wasserversorgung, Verkehr und Bankwesen, Telekommunikation und Medien sowie staatlicher Verwaltung und öffentlicher Sicherheit hat.

T. C. A. Greilich war viele Jahre in Krisen- und Katastrophengebieten sowie in Schwellenländern tätig. Er weiß, wie sich ein Leben mit immer wieder fehlendem Strom und einer ohne Elektrizität nicht mehr funktionierenden Infrastruktur anfühlt.

In Theorie und Praxis hat er sich mit Fragen der Energieversorgung und des Stromausfalls sowie dessen Bewältigung beschäftigt. Der Autor schreibt nicht aus einer rein theoretischen Perspektive heraus, sondern aus echtem eigenem Erleben.