Wen interessieren schon die Ursachen?

Es wird gestritten, debattiert und umverteilt nach dem Motto "Hauen, Stechen, Täuschen!". Was für eine Freizeitbeschäftigung!

Wie absurd es ist, Individuen zu vergleichen, fällt spätestens auf, wenn Frauen und Männer miteinander verglichen werden sollen. Sie ergänzen sich, passen zusammen oder eben nicht. Punkt.

Damit einher geht ein Arsenal von Tricks, wie Menschen sich beeinflussen und manipulieren, um andere zu dominieren, auszubeuten und auszunutzen. Das bringt uns zum Neusprech der vermeintlichen "Überbevölkerung". Da sind nur zu viele auf einem Platz: 10 Menschen in einer 20 qm kleinen Hütte, 1000 Menschen in einem Haufendorf oder in einem Hochhaus statt in Streusiedlungen mit dezentraler Ernergieerzeugung und dezentralen Trinkwasserbrunnen, dezentraler Abwasserentsorgung und dezentraler Selbstverwaltung. Na? Fällt der Groschen?

Und warum? Sie werden gelockt durch Lügen und Täuschungen - vom Land in die Stadt, von Nordafrika nach Europa und enden eingepfercht in Ghettos und Gefängnissen, Auffanglagern und Asylheimen. Vagabundierende Kinder kommen auf dumme Gedanken. Jugendliche entwickeln kriminelle Energie. Erwachsene sind ihrer Menschenwürde und ihrer Menschenrechte beraubt.

pol. Hans Emik-Wurst am 27. März 2015:

Eine kleine Gruppe von Menschen beutet eine riesengroße Gruppe aus, aber die mittelgroße Gruppe bezahlt die Party. Wir verdrängen gerne, dass es uns nur scheinbar gut geht, denn wir sind als Funktionseliten und Marionetten instrumentalisiert auf Kosten der meisten Menschen auf dieser Erde, die in Armut und Not leben. Sobald es keine Psychopathen mehr gibt, entspannt sich die Situation.

Wie absurd! In der vermeintlich sooooooooooo dicht bevölkerten BRD mit 200 Menschen pro Quadratkilometer sind ganze Quadratkilomenter Gewässer, Naturschutzgebiete und Feuchtgebiete, Wälder, Landwirtschaft und Truppenübungsplätze menschenleer. Wo hocken die Menschen? Streusiedlungen sind meistens verboten! Trotzdem gibt es sie noch, weil sie historisch gewachsen sind.

Wer hat denn ganze Landstriche abgeholzt? Wer hat land- und forstwirtschaftliche Monokulturen geschaffen, die als Steppe enden müssen? Millionen von Rindern und Getreidefelder verwüsten das Land, damit woanders Hamburger gefressen werden.

Wer hat Staudämme gebaut? Die größte Katastrophe unseres Planeten findet seit Jahrzehnten rund um den Aralsee statt und nicht in Fukushima! Und wofür? Um woanders vergiftete Baumwolle zu ernten, was inzwischen nicht mehr geht, weil die Felder versalzen sind! Wie absurd!

Das Hinterfragen von Ursachen macht manche Debatte überflüssig.

Siehe das Buch aus dem Jahr 1960 !!! "Überall ist Babylon" von Wolf Schneider, der für mich ein Vorbild ist. Dieses Buch entdeckte ich Anfang der Siebziger Jahre.

Ein Abend mit Wolf Schneider

19. Dezember 2012 | Wolf Schneider ist 87 und der bekannteste Sprachkritiker und Lehrmeister deutscher Sprache. 33 Jahre lang hat er Journalisten in Österreich, Deutschland und der Schweiz unterrichtet. Am Mittwoch, 5. Dezember 2012, hat er am Kuratorium für Journalistenausbildung (KfJ) zum letzten Mal gepredigt und Journalisten für alle Zeiten ermahnt: „Plagt euch, bildet euch, geniert euch eurer Sensationen und beerdigt alle hohlen Reden."

25 Jahre lang hat er seine Regeln in KfJ-Seminaren in Salzburg und Wien und an vier weiteren Journalistenschulen in Deutschland und der Schweiz gelehrt. Als Sprachpurist ging er nie Kompromisse ein: „Auf Einsicht warte ich nicht. Mit äußerster Vehemenz versuche ich Einsicht zu verbreiten."

In 28 Sachbüchern hat er seine Regeln selbst befolgt: „Gelesen zu werden, bloß weil man etwas geschrieben hat, war statistisch gesehen schon immer die Ausnahme." Die Wahrscheinlichkeit erhöhen starke Verben, schlanke Sätze -- „Sätze ohne Schwabbelfett" -- und maximal sechs Wörter zwischen zweiteiligen Verben: „Man darf kein Fernrohr brauchen, um das Verb zu erkennen."

63 Jahre Journalist

Sein Wissen schöpft Wolf Schneider aus reicher Erfahrung: Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Verlagsleiter des Stern, Chefredakteur der Welt, Gründer und 16 Jahre lang Leiter der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Er ist Honorarprofessor der Universität Salzburg und Träger des Henri-Nannen-Preises für sein Lebenswerk.

„Bildung lässt sich nicht downloaden? [herunterladen!] "

Journalisten müssen gebildet sein, sagt Wolf Schneider: „Was man im Internet findet, kann jeder finden, Journalisten müssen Zusammenhänge herstellen können." Wissen erspare Blamagen und mache schneller -- ein Wettbewerbsvorteil. Vor allem auch online, denn „Onlinejournalismus ist genauso seriös, er kommt nur leider aus dem selben Gerät, aus dem so viel Schwachsinn kommt."

Schneider klingt wehmütig, wenn er über den Abschied vom Lehrerleben spricht. Trotzdem will er aufhören: „Denn jetzt bin ich es noch, der darüber entscheidet." Dass man einen Nachfolger für ihn finden werde, bezweifelt er mit gewohnter Selbstsicherheit: „Ich glaube, dass es diese Mischung aus Besessenheit und Erfahrung nicht so leicht noch einmal geben wird."

Es ist Platz für alle auf der Erde

Jegliche Konzentration in Städten, Dörfern und Hochhäusern macht krank und ist teuer. Sie schafft Abhängigkeiten zwecks Ausbeutung. Im Großen ist nicht nur Palästina ein Problem. Die Kolonialisten sind es auch – damals wie heute.

Es gibt keine Zersiedelung. Energie dezentral zu erzeugen, schont die Ressourcen. Die Entsorgung dezentral vorzunehmen, macht unabhängig. Doch so ein Staat wünscht sich Untertanen zwecks Ausbeutung. Das läuft unter der BRD genauso wie beim Fürsten im Mittelalter mit Raubrittern und Wegelagerern.

Sobald die Verdummung dezentralisiert wird, hat der Einzelne Freiraum, sich die Gänseblümchen anzuschauen und die Ameisen zu beobachten, statt vor der roten Ampel zu stehen und überhöhte Strompreise für Subventionen zu zahlen.

Es genügt, den Zaun des Nachbarn gerade noch erkennen zu können. Das schafft mehr Frieden als eine faire Hausordnung mit Hausmeister, Gärtner und Stromrechnung für den Aufzug. Alles andere ist grotesk.

Die "Psychologie der Nachbarschaft" ist nicht wirklich hilfreich.

Überbevölkerung?

Zitiert aus Population Boom (Dokumentation aus dem Jahr 2013)

Das 'Europäische Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe' ('Committee for the Prevention of Torture', CPT) hat 4 m² pro Gefangenem als angemessene, wünschenswerte Richtlinie für eine Haftzelle festgelegt (s. bspw. dazu CPT-Bericht über den Besuch in Lettland im Jahr 2002 - CPT/Inf (2005) 8, § 65).

Population Boom

2013