Horst Köhlers Rücktritt: Ob Spekulieren weiterbringt?

1969 nervten mich Schüler und Lehrer, die vorschlugen zu diskutieren. Kern war, zu labern und zu zerreden, Fakten zu verschleiern und Argumente der Lächerlichkeit preiszugeben.

Verstanden habe ich das erst sehr viel später. Heute weiß ich, wie eine selten dämliche Elite die Ereignisse rund um den 2. Juni 1967 provoziert hat und wie eine noch verschlagenere Elite das Denken verseuchte. Die Umerziehung gelang.

Heute ist unsere Zivilgesellschaft polarisiert. Es gibt Antifas und Neonazis, die beide mit Nebelkerzen um sich werfen. Die Diskussionsteilnehmer von damals füllen jetzt die höchsten Ämter aus und blamieren die Bunte Republik Täuschland bis auf die Knochen.

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Die Nachricht vom Rücktritt Horst Köhlers am 31. Mai 2010 schlug ein wie eine Bombe ohne Kriegserklärung, mehr noch als der Rücktritt des Ministerpräsidenten des Landes Hessen Roland Koch am 25. Mai 2010. Bei allem Respekt vor der Würde des Amtes bleiben Fragen offen, die sich aus der Eurokrise und einer möglichen Währungsreform ergeben. Die Geschichte wird die Antworten liefern müssen: Im Juni 2010, sowie in den Jahren und Jahrzehnten danach. Europa unterliegt einem Wertewandel wie nie zuvor in der Weltgeschichte.

Seit heute tagen die Bilderberger. Freitag und Samstag unterhalten sich der russische Präsident und die Bundeskanzlerin. Am Sonntag und Montag ist eine Klausur der Bundesregierung. Das ist das Werk des Marionettenspielers Reiner Zufall. Wenn nächste Woche das Herz der Republik bis zum Halse schlägt, dann können wir spekulieren, warum Koch und Köhler zurückgetreten sind.

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