Deutschland, Frankreich und der Euro: Wird mit dem Ausstieg gedroht?

1. Dezember 2010

Irland: Der Ansturm auf die Banken tobt bereits

29. November 2010
Die Maulkörbe für die Journalisten sind angelegt. "Die Europäische Union hat die großen Medien gerade erst darum gebeten, derzeit möglichst nicht darüber zu berichten, dass Einlagen bei irischen Banken in Milliardenhöhe abgehoben werden." Da ich kein großes Medium bin, fühle ich mich nicht angesprochen. Weiteres kommentiert Udo Ulfkotte für den KOPP-Verlag unter dem Titel "Geheimer Notfallplan – Schließung der Bankschalter"

Da freun' wir uns doch alle!

Kommentar auf Hartgeld.com am 30. November 2010 um [16:15]
"Gestern auf Phoenix in der Sendung 'Unter den Linden': Hans Werner Sinn sagte wörtlich, seit 2003 seien circa zwei Drittel der deutschen Ersparnisse ins europäischen Ausland transferiert worden. Insbesondere in den Staaten der Südschiene und Irland seien damit großteils unsinnige Investitionen vorgenommen worden, indem sich die Leute dort mit billigem Geld immer weiter verschulden hätten können. Zudem sei in diesem Ländern, zum großen Teil unsinnig, die Infrastruktur ausgebaut und erneuert worden, während diese in Deutschland zusehends verfalle. Jetzt sei diese auf billigem Kredit aufbauende Blase geplatzt. Speziell mit Blick auf Griechenland sagte er, dass er keine Möglichkeit sehen würde, wie dieses Land seine Schulden zurückzahlen könne. Eine (für die deutschen Sparer schlechte) Möglichkeit sei ein Schuldenerlass, indem man den Griechen einfach das Geld schenke.

Der Mitdiskutant Herr Kampeter, seines Zeichens Parlamentarischer Staatssekretär im BMF und CDU-ler, sieht diesen Vermögenstransfer als völlig unproblematisch und alternativlos an. Dies sei eine Leistung Deutschlands zur Einigung Europas und zum Erhalt des Friedens. Der Euro sei eben auch ein politisches Projekt. Die Deutschen hätten den Defizitländern ja auch viel zu verdanken, da sie unsere Exportwirtschaft kräftig unterstützten und die Arbeitslosigkeit hierzulande deshalb gering bliebe.

Bei den Ausführungen von Herrn Kampeter wäre ich am liebsten in den Fernseher gesprungen. Ich kann bis dato nicht erkennen, wie das Befeuern einer Kredit- und Investitionsblase in armen Ländern das friedlichen Zusammenleben befördern soll. Platzt diese, was unvermeidlich ist, wird die Lage der Menschen dort auf das Niveau des Ausgangszustandes zurückgeführt und sicher sogar noch darunter. Diese Leute sind dann bestimmt nicht friedlicher, als diejenigen, deren Erparnisse versenkt wurden."

Die Schuldenminister

29. November 2010
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble handelt politisch korrekt. Als Wolfgang Schäuble würde er schweigen müssen, weil er durch Gerichtsvollzieher und Insolvenzverwalter seine Gesprächigkeit verloren hätte. Seit 28. November 2010 muß auch von der Bundesregierung in Berlin der Brüsseler "Rahmenbeschluss zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" seinen Ausdruck in einem Bundesgesetz finden.

In vorauseilendem Gehorsam wird unser aller BuFinMin alles tun, um den Vedacht von sich zu weisen, rassistisch oder fremdenfeindlich zu handeln. Wir können doch unsere guten Freunde in Deutschland und in der Europäischen Union nicht vor den Kopf stoßen, nicht wahr?

Die Claudia, die Indianer und die Toleranz


Wenn die Staatsanleihen krachen, dann schlägt die Stunde der Wahrheit auf den Hinterkopf von Wolfgang Schäuble. Dann sollte er sich nicht in die Nähe einer Laterne oder eines Baumes begeben. Der Zorn der Wähler wird niedergeknüppelt und vergast werden müssen. Aber dann werden unsere politischen Eliten auch Tränen vergießen, weil das Spiel mit dem Euro vorbei ist.

Nigel Farage: Das Spiel mit dem Euro ist aus

24. November 2010

Übersetzung durch Berna Kühne-Spicer

“Nun, guten Morgen, Mr. van Rompuy. Sie sind jetzt ein Jahr im Amt, und in dieser Zeit beginnt das ganze tolle Gebäude zu bröckeln, Chaos herrscht und das Geld geht zu Neige – ich sollten Ihnen danken. Vielleicht sollten wir Sie zur Gallionsfigur der Euroskeptiker machen.

Sehen Sie sich doch heute morgen nur mal um hier im Parlament. Sehen Sie sich bloß diese Gesichter an. Sehen Sie diese Angst, diesen Zorn. Armer Barroso, er sieht aus, als hätte er ein Gespenst gesehen! Selbst sie beginnen nun zu verstehen, dass das Spiel aus ist. Aber in ihrer Verzweiflung versuchen sie, ihren Traum doch noch zu retten, indem sie die letzten Spuren von Demokratie aus dem System tilgen wollen. Und es ist ziemlich klar, dass niemand von Ihnen auch nur das kleinste bisschen gelernt hat. Wissen Sie, Sie selbst, Mr. van Rompuy, sagen, dass der Euro uns Stabilität gebracht hat. Eigentlich könnte ich Ihnen Beifall klatschen für den Humor, den Sie damit zeigen, aber handelt es sich nicht viel eher um Bunkermentalität?

Wissen Sie, Ihr Fanatismus ist jetzt für jeden sichtbar. Sie sprachen davon, dass es eine Lüge sei zu behaupten, Nationalstaaten könnten in der globalisierten Welt des 21. Jahrhunderts existieren. Nun, das mag auf Belgien zutreffen, wo man seit sechs Monaten keine Regierung mehr hat. Aber nicht auf uns andere Staaten. In jedem einzelnen Mitgliedsstaat dieser Union – und deshalb sehen wir die Angst in den Gesichtern – sagen die Leute immer deutlicher: Wir wollen diese Flagge nicht, wir wollen die Hymne nicht, wir wollen diese politische Klasse nicht, wir wollen den ganzen Kram auf dem Müllhaufen der Geschichte haben.

Anfang des Jahres hatten wir diese griechische Tragödie, und jetzt haben wir die Situation in Irland. Ich weiß natürlich, dass die Dummheit und Gier irischer Politiker daran erhebliche Mitschuld trägt. Aber Irland hätte niemals dem Euro beitreten dürfen. Er brachte ihnen niedrige Zinsen, einen falschen Boom und eine kolossale Pleite. Und wie verhält man sich ihnen gegenüber? Während ihre Regierungskoalition zerbricht, bekommen sie zu hören, dass es sich nicht gehören würde, eine neue Regierung zu wählen. Commissioner Wren hier hat sogar gesagt, eine Neuwahl würde ihnen erst erlaubt, wenn sie den nächsten Haushalt verabschiedet hätten. Wer zum Teufel glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?!!

Sie sind wirklich sehr, sehr gefährlich. Ihre Besessenheit, unbedingt diesen Eurostaat schaffen zu wollen, lässt darauf schließen, dass Sie sich freuen, die Demokratie abschaffen zu können. Es scheint Ihnen Spaß zu machen, Millionen und Abermillionen von Menschen zu Arbeitslosigkeit und Armut zu verdammen. Ungezählte Millionen müssen leiden, damit Sie Ihren Eurotraum weiterträumen können!

Nun, es wird nicht funktionieren. Weil Portugal mit einem Schuldenberg von 325 Prozent des BIP der Nächste sein wird. Und danach ist Spanien an der Reihe, nehme ich mal an. Und die Finanzhilfe für Spanien würde siebenmal so umfangreich sein müssen wie die für Irland, und dann ist die Kasse leer. Noch mehr Geld wird es nicht geben.

Aber das Problem ist nicht auf die Wirtschaft beschränkt. Weil, wenn Sie den Menschen ihre Identität und ihre Demokratie rauben, ihnen am Ende nur noch Nationalismus und Gewalt bleiben. Ich kann nur hoffen und beten, dass die Märkte das Euro-Projekt beseitigen, bevor es wirklich so weit kommt.”

Reiner Zufall

Hartgeld.com am 25. November 2010
Ähnlichkeiten zur echten Rede von 1943 sind rein zufällig :

"Die Kritiker behaupten, das deutsche Volk habe den Glauben an den Euro verloren. Ich frage euch: Glaubt ihr mit der Kanzlerin und mit uns an den endgültigen Sieg der Währungsunion? Ich frage euch: Seid ihr entschlossen, mit der Kanzlerin in der Erkämpfung des Sieges durch dick und dünn und unter Aufnahme auch schwerster persönlicher Belastungen zu folgen?

Zweitens: Die Kritiker behaupten, das deutsche Volk ist des Zahlens müde. Ich frage euch: Seid ihr bereit, mit der Kanzlerin als Phalanx der Heimat hinter der kämpfenden EZB stehend, diesen Kampf mit wilder Entschlossenheit und unbeirrt durch alle Schicksalsfügungen fortzusetzen, bis der Sieg in unseren Händen ist?

Drittens: Die Kritiker behaupten, das deutsche Volk hat keine Lust mehr, die überhandnehmenden Bailouts, die die Regierung von ihm fordert, zu zahlen. Ich frage euch: Seid ihr und ist das deutsche Volk entschlossen, wenn die Kanzlerin es befiehlt, zehn, zwölf und - wenn nötig - vierzehn und sechzehn Stunden täglich zu arbeiten und das Letzte herzugeben für den Euro?

Viertens: Die Kritiker behaupten, das deutsche Volk wehrt sich gegen die totalen Bailoutmaßnahmen der Regierung. Es will nicht den totalen Euro, sondern die Mark. Ich frage euch: WOLLT IHR DEN TOTALEN EURO? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt noch vorstellen können?" ...

Ein kleiner Vortrag von Michael Winkler

Der Pranger, 24. November 2010
"Ach so, ja. Stocken Sie in den nächsten Wochen Ihren Vorrat an haltbaren Lebensmitteln auf. Neben dem Weihnachtsbraten sollten ein paar Konserven im Einkaufswagen liegen. Gönnen Sie dem Einzelhandel dieses zusätzliche Geschäft, und gönnen Sie sich etwas, was den Euro überlebt. Gold und Silber gehören auch dazu.

Ich will Ihnen nicht androhen, daß am 1. Januar die neue D-Mark kommen wird. Ich möchte jedoch eines von Ihnen: Handeln Sie, bereiten Sie sich vor, als hätten Sie für diesen Stichtag schon Brief und Siegel der Bundesregierung und deren Kanzlerin. Tun Sie so, als wüßten Sie, wofür Merkel die höchste zivile Auszeichnung der Hauptsiegermacht erhält. Ihre Weihnachtseinkäufe stehen an – nehmen Sie ruhig ein wenig mehr mit als üblich. Wir werden 2011 mindestens eine Währungsreform sehen – jene Reform, die nach der Währungsumstellung kommen wird, um die Staatsschulden zu reduzieren."

2011 droht dem Bund die höchste Neuverschuldung, die es je gab.

Focus online am 23. November 2010
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: "Wir schwimmen nicht im Geld, wir ertrinken allenfalls in Schulden und versuchen, uns dagegen zu wehren."

Der Austritt Deutschlands als Lösung der Euro-Krise

Basler Zeitung am 18. November 2010
"Ein Austritt von Deutschland und eine allfällige zweite Währungsunion unter seiner Leitung – zum Beispiel mit einer neuen Deutschen Mark – ist daher die bessere Variante, wie die Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Paul Krugman, aber auch der berühmt-berüchtigte Währungsspekulant George Soros und eine Reihe weiterer, weniger bekannter Ökonomen meinen. Das Anliegen könnte sogar in Deutschland selbst auf Unterstützung stossen. Angesichts der aktuellen Entwicklung führt kaum ein Weg daran vorbei, dass die Deutschen am Ende überall mit eigenen Steuergeldern als Retter einspringen müssen. Dass die Währungsunion zu einer «Transferunion» auf Kosten der Deutschen verkommen könnte, ist schon jetzt das Schreckgespenst beim nördlichen Nachbarn. Der wichtigste Vorteil ist aber, dass dann Länder mit ähnlichen strukturellen Ausprägungen die gleiche Währung teilen und eine für sie angemessene Geldpolitik verfolgen könnten. Ungleichgewichte würden nicht mehr wie jetzt weiter verschärft."

Die Geldrevolutionäre

"Das gesamte Währungssystem scheint aus den Fugen. Und für Menschen wie Thorsten Polleit sind diese Kämpfe nur ein Symptom dafür, dass mit unserem Geld etwas nicht stimmt.

Er gehört zu einer kleinen, aber wachsenden Gemeinschaft von Wissenschaftlern und Politikern, die ihre Stunde gekommen sehen. Trotz der Gefahr, als Verschwörungstheoretiker, Spinner oder Sektierer dazustehen, wagen sie sich aus der Deckung."

Double Strike am 8. November 2010

Gold notierte über 1.400 US-Dollar und über 1.000 Euro. Bullionaer.de von Dr. Neugebauer kommentiert: "Erneut wird Angela Merkel mit ihrer Rhetorik zu kontrollierten Staatspleiten im Euro-Raum für diese Entwicklung verantwortlich gemacht. So wird wohl Deutschland bei der demnächst anstehenden Rettungsaktion wieder besonders bluten dürfen. Aber das deutsche Volk scheint ja leidensfähig zu sein – zumindest solange, bis dann wieder ein Führer als Erlöser am Horizont erscheinen mag, der das ganze Euro-System als das bezeichnet, was es wirklich ist: Ein postmodernes Diktat von Versailles."

Gold-ATH (All Time High) am 4. und am 5. November 2010

Zwei-Prozentregel gebrochen: "Wir befinden uns also derzeit in einer Phase, wo uns plötzlich das gesamte Finanz-System um die Ohren fliegen könnte."

Wollt ihr den totalen EUro? von Peter Boehringer am 08.05.10

Währungsreform 2010, 2.Teil: Die EU erklärt selbstverschuldete Bankenkrisen zur Naturkatastrophe von Peter Boehringer am 31.10.10

Luxemburger Ränkespiel“ Bernd Meyer, 28.10.2010 (pdf-Datei, neues Browserfenster)

Nicolas Sarkozy: "Oder sollten wir den Mut haben, gemeinsam zu überlegen, wie man die Grundlagen eines neuen internationalen Währungssystems schaffen kann?"

Jean Asselborn: "Wo ich ein Problem habe, das ist, daß man mit dem dicken Hammer vorgeht: Wir sagen, Vertrag wird geändert, dann müßt ihr gehorchen, und dann müßt ihr das so machen, wenn ihr's nicht so macht, steigen wir aus, dann könnt ihr sehen, was mit dem Euro geschieht."

Jean Asselborn ungeschnitten: "Wo ich ein Problem habe, das ist dass man mit dem dicken Hammer vorgeht und sagt Deutschland und Frankreich garantieren 50 Prozent des ganzen Pakets der 750 Milliarden, was ja auch stimmt, wenn wir also die wirtschaftliche Stärke haben, dann müssen wir auch die politische Stärke haben und wenn wir sagen der Vertrag wird geändert, dann müsst ihr gehorchen. Dann müsst ihr das so machen, wenn ihr das nicht so macht, steigen wir aus, dann könnt ihr sehen, was mit dem Euro geschieht." Frankfurter Rundschau

Siehe auch tagesschau.de vom 25. Oktober 2010, EU-Stabilitätspakt und die Kommentare hierzu auf Hartgeld.com.

Nachtigall, ick hör dir trapsen: Währungsreform

Tja, sobald es geschieht, verstummen die Spötter.

Der folgende Film ist sehr emotional, berührt mächtig die Gefühle. Halten Sie ein Taschentuch bereit.

Damit Sie nicht glauben, ich wolle Sie durch den Kakao ziehen: Es ist 20:40 Uhr am 26. Oktober 2010.

hartgeld.com

Euro-Krieg 2010 - 2.0

Der Goldpreis in Euro und in US-Dollar: FairGold.eu

Krisenmechanismus für den Euro kommt

EU-Gipfel sucht Kompromisslinie über Vertragsänderung - Donnerstag, 28. Oktober 2010, 18:51 Uhr

 God-bye Euro - Hartgeld.com

Welche „Frühwarnzeichen“ für eine kurz bevorstehende DM-II Währungsreform könnte es geben? (pdf-Datei, sieben Seiten, neues Browserfenster) Copyright © 2010 Renate und Robert Klíma 28.10.2010

n-tv.de 28.10.2010
Streit um Stimmrechtsentzug - Merkel allein gegen den Rest der EU

Mitschrift: Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel beim Europäischen Rat Fr, 29.10.2010 in Brüssel

07.05.2010 – “Die Währungsunion wird uns um die Ohren fliegen, wenn Sie Zockerbanken und Hedgefonds weiter spekulieren lassen, wenn Sie weiter zulassen, dass ganze Staaten in die Pleite spekuliert werden und wenn Sie die aberwitzigen Finanzinstrumente, die das alles ermöglichen, nicht endlich verbieten.”