Ausbeutung oder Selbstverwaltung?

Vorwort

Mich fasziniert die Fähigkeit von Menschen, sich in jeder beliebigen Gedankenwelt häuslich einzurichten. Man nehme eine Ideologie, stütze sie mit Dogmen und blende systematisch lästige Realitäten aus. Man verbinde sich mit ähnlich Gesinnten, um die Nervenverbindungen im Gehirn und in den Gliedmaßen zu verstärken und übe fleißig mit Feinden dieses Weltbildes, um das eigene Tun durch Zirkelschlüsse zu befestigen. Wenn es Gegner gibt, dann muss zwangsläufig die eigene Sichtweise stimmen.

Die Vertreter der flachen Erde führen als Beweis an, dass rund um den Globus viele tausend Anhänger dieser Tatsache leben.

Heute ist die Gesellschaft überall von den Protagonisten der Umerziehung vertreten. Sie beanspruchen ihre Deutungshoheit genauso wie ihre Feindbilder.

29. November 2018 | Eric H. Weinhandl: Die Sentinelesen und das Recht auf Selbsteigentum - Selbstverwaltung und strikte Autonomie als Überlebensgrundlage. Die Sentinelesen als Beispiel einer freien Gesellschaft

Dabei neigt der einzelne Mensch als moralischer Akteur dazu, durch geistige Werte Gerechtigkeit zu suchen, während kollektiv handelnde Personen durch die gezielte Anwendung politischer Ungerechtigkeit bestimmte Klientelen bevorzugen.

Der Einzelne zerbricht sich mühsam sein Gewissen und sinniert über Gerechtigkeit und ein gutes Leben, während politische Mehrheiten nur einer Ideologie folgen müssen, um sich selbst und ihr Handeln automatisch als moralisch korrekt zu deklarieren. Dabei hängt der menschliche Fortschritt, und damit kann durchaus auch nur sein Fortbestehen in einer möglichst freien und selbstbestimmten Umgebung gemeint sein, vollständig von der intrinsischen moralischen Beurteilung selbstverwalteter Individuen ab.

Eine freie Gesellschaft kann nicht alle Risiken und Unsicherheiten der menschlichen Existenz beseitigen. Sie bietet aber einen Kontext, in dem Individuen handeln können, jedoch nicht den Garant dafür, dass die Bemühungen des Einzelnen Erfolg und Überleben garantieren.

Was eine freie Gesellschaft von den Menschen verlangt, ist nicht mehr als Eigenverantwortung als Grundlage des Funktionierens aller anderen Prinzipien. Und gerade das sollte in der Debatte rund um die Sentinelesen und den Tod des christlichen Missionars, der ebenfalls in Eingenverantwortung handelte, beachtet werden und durchaus breitere Anwendung finden.

24. August 2018 | Dr. Marcus Franz: Die Lüge von der Gleichheit

10. Oktober 2017 | Joachim Jahnke: Hintergründe zum (faulen) Zielgrößen-Kompromiß von CDU/CSU

19. August 2017 | Endlich: MLPD macht Ressourcen der Erde unendlich

12. Februar 2017 | Eine Parabel aus dem Hörsaal: Funktioniert Sozialismus?

8. Oktober 2016 | Konrad Kustos: Direkte Idiotie

2. März 2012 | Das Wunder von Marinaleda – Vollbeschäftigung im sozialistischen Dorf!

Unstrittig ist wohl, dass die Bürokratie in Umverteilungsstaaten und in Sozialstaaten enorm aufwendig ist - trotz Computer. Steuervorteile, Subventionen und Förderungen wollen verwaltet werden. Andererseits sind Begriffe wie Sozialismus, Demokratie und Genossenschaft befrachtet mit allen gegenwärtigen und vergangenen Erfahrungen. Die einen profitieren von solchen Systemen, die anderen fühlen sich benachteiligt.

Das Ei des Columbus ist halt, die möglichen Ausbeutungssysteme von Gemeinden, Regionen und Staaten in Schach zu halten. Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt keine Gleichheit und es gibt keine Verfahren, die den Bedürfnissen von zwei Menschen gleichzeitig entsprechen können. Mir gefällt ein Spruch von Roland Baader: "Das Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit ist erreicht, wenn wir alle als Penner durch die Städte irren."

Roland Baader - Sozialstaat durch Brot und Spiele

9. März 2012 | Ausschnitt aus dem Radio-Interview: Streiflichter des Lebens.

Das Kapital am Pranger: Ein Kompaß durch den politischen Begriffsnebel (Politik, Recht, Wirtschaft und Gesellschaft) von Roland Baader

Es wird nie materielle Gleichheit geben können. Der eine spart viel Geld, der andere isst zwei Teller Suppe statt einen, weil er Holz gehackt hat. Die kleine Frau ist nur 1,50 Meter groß, der große Mann nur 2,00 Meter klein. Also: Utopien haben wir eigentlich schon genug.

Jeder Mensch für sich ist einzigartig mit individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Verantwortungsbereitschaft. Der eine will führen, der andere lieber geführt werden. Der eine gebraucht seine Macht, der andere missbraucht sie. Es gibt kein Rezept. Weltweit sind die Vorstellungen und Möglichkeiten so zahlreich wie die Menschen selbst. Jeder sieht sich selbst anders, als andere ihn wahrnehmen.

Nun mache ich mir seit 1999 auch den einen oder anderen Gedanken zu Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Ziel, bei meinen Lesern Bewusstsein und Verantwortung zu wecken für ein mehr selbstbestimmtes Leben und ein weniger fremdbestimmtes Leben. Mein eigener Werdegang entspricht dem, was ich schreibe. Ich greife also aus dem Leben und versuche, bei jedem Thema ein vollständiges Bild zu zeichnen.

Es gibt auf meinem Portal eine Suchfunktion, so dass jeder einen Einstieg in die Fülle des Stoffes findet, der auf über 1.000 Unterseiten dem Umfang mehrerer Bücher entspricht. Beispielsweise schrieb ich kürzlich:

"Ziel und meine persönliche Vision ist die Selbstverwaltung für die gesamte Menschheit. Für konkrete Zwecke mag es private oder staatliche Organisationen geben, aber keine militärisch gestützten Ausbeutungssysteme mehr. Die sind überflüssig!"

Oder ich kommentierte wie folgt: "Deswegen verschwinden Demokratien und Sozialismus im Abgrund der Geschichte, um Raum zu schaffen für Freiheit und Wohlfahrt in Europa unter Monarchien ohne Parlamente. Wir brauchen keine Lobbyisten, die nur das gemeine Volk ausbeuten."
www.Deutsche-Monarchie.de


25. Januar 2017 | Cherán: Mexiko ohne Parteien, Polizei und Kriminalität

8. Januar 2016 | Der Wohlfahrtsstaat ruiniert den Mittelstand: Weniger Umverteilung wagen!

22. Januar 2016 | Landfriedensbruch, Körperverletzung, Brandstiftung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte - Verfassungsschutz: Linker Terror hauptsächlich gegen Polizisten

22. Januar 2016 | Sie müssen wirklich weg: Jetzt kommt man schon mit dem Staatsanwalt.


  Verlag frank & frei  Buchempfehlung

Die Gerechtigkeits-Lüge

Die Ausbeutung des Mittelstandes im Namen der sozialen Gerechtigkeit von Michael Brückner
erhältlich beim KOPP-Verlag

Buchbeschreibung:

Wer soziale Gerechtigkeit fordert, will vor allem eines: unser Geld. Das Geld, des hart arbeitenden Mittelstandes. Soziale Gerechtigkeit ist das Zauberwort für linke Politiker aller Parteien, um die Steuerschraube weiter anzudrehen, Staat und Bürokratie weiter aufzublähen.

Das Ziel: sich und seine Klientel mit Jobs und Geld auf Kosten anderer zu versorgen. Sozial ist das nicht. Gerecht auch nicht. Am Ende stehen vom Staat abhängige, entmündigte und ausgebeutete Bürger.

Michael Brückner beschreibt, wie Politiker, Verbände und NGOs mit dem Schüren von Neid und Abstiegsängsten die Menschen manipulieren. Die größten Nutznießer dieses Ausbeutungs-, Umverteilungs- und Abhängigkeitssystems sind sie selbst. Diese Streitschrift ist ein Plädoyer für eine Gesellschaft freier Bürger. Ein Plädoyer für mehr Gerechtigkeit: ganz ohne Adjektiv.

Rezension von Andreas Tögel

Wie kaum ein anderer Begriff eignet sich jener der „sozialen Gerechtigkeit“ zur Tarnung und Behübschung einer ganzen Fülle politischer Maßnahmen, die am Ende allesamt auf die Aushöhlung und letztliche Zerstörung privaten Eigentums zielen.

Gleich eingangs stellt der Autor völlig zutreffend fest, dass ausgerechnet in jenen Staaten, in denen die Sozialbudgets am üppigsten dotiert sind (namentlich in den erfolgreich sozialdemokratisierten europäischen Wohlfahrtsstaaten), der Ruf nach „sozialer Gerechtigkeit“ am lautesten ertönt. Das Wörtchen „sozial“ steht, wie weiland F. A. Hayek feststellte, inzwischen für alles und nichts.

Es obliegt der über die Deutungshoheit gebietenden politischen Klasse und deren Propagandisten, zu dekretieren, was als „sozial“ und „gerecht“ zu gelten hat. Die Früchte seiner eigenen Arbeit für sich selbst und seine Angehörigen behalten zu wollen, wäre demnach egoistisch, asozial und ungerecht. Sich gegenleistungsfrei das Hab und Gut Dritter anzueignen, um es an die eigene Klientel zu verteilen, bedeutet dagegen den Ausdruck höchster Gerechtigkeit.

Chancengleichheit anzustreben, so anmaßend, eitel und verrückt diese Ansinnen angesichts der Verschiedenheit der Menschen auch ist, wäre im Grunde gar nicht verwerflich. Ergebnisgleichheit zu erzwingen dagegen schon, weil dies ohne Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung unmöglich ist.

Faule Idioten vermag keine Macht der Welt in fleißige Genies zu transformieren. Die emsigen Kämpfer für Gleichheit und Gerechtigkeit verlegen sich daher darauf, den fleißigen Genies jeden nur erdenklichen Prügel zwischen die Beine werfen, um sie daran zu hindern, ihre Meriten auszuspielen und damit zu bewirken, dass die schafsköpfigen Minderleister sich schlecht fühlen. Der Kampf für die soziale Gerechtigkeit geht daher stets mit einer Verringerung der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Gesellschaft einher.

Michael Brückner identifiziert im Neid den entscheidenden Antrieb aller Kämpfer für die soziale Gerechtigkeit und im vermeintlich allsorgenden Nannystate dank dessen jede Untat ermöglichenden und legitimierenden Gesetzgebungs- und Gewaltmonopols ihren allmächtigen Vollstrecker.

Zahlreiche NGO´s - die meisten davon erfreuen sich originellerweise massiver staatlicher Zuwendungen - unterstützen ihn dabei, indem sie eine mächtige Elendsbewirtschaftungsindustrie aufgebaut haben, deren Finanzierung auf Kosten der produktiv Tätigen durch aggressives Marketing sichergestellt wird.

Einmal installierte „soziale Errungenschaften“ werden niemals infrage gestellt: vorwärts immer, rückwärts nimmer. Ein Sperrklinkeneffekt. Der Tag, an dem der Staat 100 Prozent seines Haushalts in Sozialtransfers stecken wird, ist wohl nicht mehr fern. 2018 wurden in Deutschland dafür immerhin bereits 56 Prozent (!) des Bundeshaushalts verbraten – Tendenz weiter stark steigend.

„Soziale Gerechtigkeit“ ist ein Schlachtruf zum Stimmenkauf, sowie zur Enteignung und Entrechtung der Leistungsträger. Ihre Protagonisten sind dabei, den Weg zur Knechtschaft pflastern.