21. September 2001: Schweizer Franken ist Fluchtwährung. Und am 1. April 2010?

Gut für den, der sucht:
Schweizer Franken auf der Flucht
oder Gold gebucht.

Ich staunte nicht schlecht, als ich eben im Handelsblatt vom 21. September 2001 las: "Schweizer Franken wird wieder Fluchtwährung". Der damalige Tiefstand ist jetzt sogar unterboten: "Im Zuge der ersten grossen Bewegung aus dem Euro seit dessen Bestehen fiel die Einheitswährung zum Schweizer Franken auf ein neues Rekordtief von weniger als 1,45 sfr."

" 'Es ist Freitag, man rechnet mit einem Militärschlag der USA, da drängen alle in den sicheren Hafen, dagegen kann auch eine Notenbank nicht viel ausrichten,' hieß es im Markt weiter. Gegen die psychologischen Kräfte lasse sich nicht viel ausrichten, sagte der Händler. Die Anleger suchten Schutz in der Schweiz, weil die Schweiz weniger involviert sein werde als die EU, falls es zu einem Krieg komme."

Tja, und falls es in 2010 zu einer Währungsreform kommt, dürften die Banken und Geldwechsler daran gehindert sein, Euro-Bürger in den Schweizer Franken fliehen zu lassen. Noch am 20. November 2009 orakelte die Landesbank Hessen-Thüringen: "Der Euro/Franken-Kurs dürfte bis Mitte nächsten Jahres bis auf 1,57 steigen. Zum US-Dollar werde die Abwertung vermutlich noch ausgeprägter ausfallen. Vom derzeitigen Kurs nahe der Parität könnte sich ein US-Dollar auf 1,20 Franken verteuern. Die Langeweile im Euro/Franken-Kurs werde damit spätestens 2010 ein Ende finden. Vor diesen Hintergrund würden dann mögliche Devisenmarktinterventionen der SNB zunehmend obsolet.". Man vergleiche die Parolen mit dem Kursverlauf und fühle sich verschaukelt.

Aber es brauchte am 25. März 2010 nur noch 1,43 Schweizer Franken für einen Euro, denn die Märkte schauten gebannt nach Griechenland und das Frühlingstheater in Brüssel mit Herman van Rompuy, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy in den Hauptrollen.

Und wenn Sie wissen wollen, was sich laufend in der Schweiz tut, dann verfolgen Sie die Kommentare zu Schweizer Meldungen auf Hartgeld.com.

   Kursverlauf

Der Kursverlauf des Schweizer Franken gegenüber dem Euro seit 1999 ist einer Grafik im Wikipedia-Artikel "Euro" oder "Schweizer Franken" zu entnehmen.

Der tagesaktuelle Kurs wird von der Schweizer Nationalbank veröffentlicht. Ein Tiefpunkt des Kurses war am 25. März erreicht.

Deutschland ist als EU-Mitglied und Teilnehmer des Euro nicht mehr Herr im eigenen Haus. Österreich, die Niederlande und die BRD buttern Milliarden Euro in die EU-Kasse. Die deutsche Volkswirtschaft zerbröselt, der Schuldenberg wächst und der Schweizer Franken ist unsere Fluchtwährung. Für die BRD kann es ohne Deutsche Mark keine anständige Währungspolitik geben.

Die Basler Zeitung schreibt am 30. März: "Was die Eurokrise für den Franken bedeutet"

Michael Grandt: "Der deutsche Steuerzahler ist zu rund einem Fünftel an der EZB bzw. deren Kreditvergabe an finanzschwache Länder und an den Subventionen beteiligt. Hinzu kommt ein überproportionaler Anteil der EU-Tranche am IWF, und zusätzlich ist Deutschland auch noch an zwei IWF-Sonderfonds (GAB,NAB) beteiligt, der marode Länder finanzieren. Und um noch einen draufzusetzen: Wenn eines der Länder seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann, müssen diese dann auch noch anteilig die deutschen Steuerzahler tragen, was bedeutet, auch hier sind wir überproportional in der Pflicht. Wir sind der Zahlmeister der Welt!"

Im Versailler Vertrag nannte man den Vorgang noch "Reparationen". Heute sind wir scheinbar vornehmer und gewitzter. Doch Geld ist Geld, da helfen keine Pillen!

Geheime EU-Verschlusssache: Vorbereitungen für den Euro-II und die kommende Währungsreform: "Alle Probedrucke für den Euro-II verliefen erfolgreich. Und eigentlich könnten nun alle glücklich sein. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn der Startschuss zum massenweisen Druck der neuen Euro-Noten wurde jetzt auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Grund: Die durch Griechenland, Portugal und andere bankrotte EU-Staaten hervorgerufene Euro-Krise. Sie ist mit den jüngsten Beschlüssen nur vorübergehend beiseite geschoben, nicht aber gelöst worden. Kommen die Probleme – wie intern erwartet – zurück, müssen neue Lösungen in Angriff genommen werden. Etwa eine Währungsreform in der Euro-Zone. Doch sobald der Euro-II, dessen Geldnotenpapier bei den Unternehmen Landqart (Schweiz),Arjowiggins (Frankreich und Niederlande), Louisenthal (Deutschland) und De la Roue(Großbritannien) geordert werden muss, gedruckt und ausgeliefert ist, könnte es kurzfristig keine Währungsreform mehr in der Europäischen Union geben."

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