Elektroautos: Kobalt wird durch Kinderarbeit gewonnen

Bild von Hans Kolpak

9. August 2017 | Vera Lengsfeld: Kindersklavenarbeit für Elektroautos

Während in Deutschland ein bizarrer Kampf gegen die Autoindustrie geführt wird, natürlich im Namen der Gesunderhaltung von Menschen, speziell Kindern, die durch von Dieselautos erzeugte Stickoxyde eventuell gefährdet werden könnten, wird in Afrika die Gesundheit von Kindern ruiniert, um Kobalt für die als saubere Alternative gepriesenen Elektroautos zu gewinnen.
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Fast alle großen Elektroautoproduzenten beziehen ihr Kobalt aus dem Kongo. Die Handy-Produzenten übrigens auch. Aber während ein Handy nur 10 Gramm Kobalt benötigt, enthält eine Autobatterie 15 kg. Im Kongo liegen 60% der Weltvorräte. Die durch Bürgerkriege verarmte Republik ist dringend auf die Kobalt-Förderung angewiesen. Das heißt, immer mehr Kinder werden bei der Kobaltgewinnung eingesetzt werden, damit der Westen ein ruhiges ökologisches Gewissen haben kann.

Elektroautos brauchen Kobalt aus dem Kongo: Anstieg der Kinderarbeit vorprogrammiert

10. August 2017 | Während man in Deutschland für saubere Autos wirbt, verheimlicht man gleichzeitig, dass dieser neue Industriezweig sich enorm durch Arbeitssklaven in Afrika nähren wird. In Großbritannien ist der Ausstieg aus Benzin- und Dieselfahrzeugen bis 2040 bereits beschlossen. Andere europäische Länder, auch Deutschland, werden demnächst ähnliche Beschlüsse fassen. Wenn es nach den Grünen ginge, würde ein Verbot von Verbrennungs-Motoren ab 2030 festgelegt werden. Ein Fall von Doppelmoral?

3. November 2017 | Niki Vogt - E-Autos: was die Gutmenschen nicht wissen wollen – Kindersklaven arbeiten sich in Kobaltminen krank

Dieselben Grünen, die jede Grenze öffnen wollen, damit alle Migranten es hier gut haben sollen, forcieren vehement die Abschaffung der Verbrennungsmotoren zugunsten von Elektromotoren. Diesel- und Benzinautos sollen vom Planeten verschwinden, damit die Welt grüner und schöner wird, die Luft sauberer und alle glücklich. Soweit die grünbunt-seligen Illusionen.
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Unsere weltfremden, planlosen Ideologen in den Parteien postulieren Kraft eigener Selbstüberheblichkeit und „ex Cathedra“ den Ausstieg aus den Verbrennungsmotoren und wissen nicht einmal, woher zumindest der Strom für die Millionen Elektroautos kommen soll. Insbesondere, wo die letzte ideologische Großtat „Energiewende“ das Stromnetz schon jetzt überfordert. Im Kongo schuften derweil Sklaven-Kinderarbeiter unter mörderischen Bedingungen für die Rohstoffe, die diese Technologiewende verschlingt, während China längst vorausschauend in Afrika Fuß gefasst, sowie die Förderung dieser Rohstoffe bereits fest im Griff hat – und mit ausgefeilten Elektro-Mobilitäts-Konzepten schon meilenweit voraus ist.

Weltspiegel: Kongo - Coltan das schwarze Gold für unsere Smartphones

16. Dezember 2016 | ARD Studio Nairobi/Autorin: Shafagh Laghai

UN-Soldaten patrouillieren täglich durch die Straßen. Es ist die größte Blauhelm-Mission aller Zeiten. Sie sollen die Menschen in Goma schützen. Denn seit Jahren wird die Region von Gewalt erschüttert. Der Hauptgrund für die Gewalt liegt in den Hügeln außerhalb Gomas. Dort wird um die heißbegehrten Mineralien gekämpft. Helfen die Gesetze aus den USA und der EU wirklich dabei, die Rebellen zu verjagen?

Eine Region ohne Infrastruktur

Wir wollen uns selbst überzeugen und fahren zu einer sogenannten zertifizierten Mine. Es ist eine Fahrt ins Hochland. In eine Region ohne Infrastruktur, ohne auch nur einen einzigen Meter asphaltierte Straße. Immer wieder haben Rebellen diese Gegend überfallen. Um an eines der begehrtesten Mineralien ranzukommen: Coltan. Ohne Coltan kann kein Smartphone hergestellt werden. Nach einigen Stunden Fahrt erreichen wir ein mit Brettern zusammengezimmertes Minencamp.

Seit zwei Jahren gelten die Minen hier als "konfliktfrei". Die Bedingungen dafür sind überall ausgeschildert: keine Rebellen, keine Kinderarbeit, keine schwangeren Frauen. Ist es wirklich so? Wochenlang haben wir verhandelt – bis wir eine Drehgenehmigung bekommen haben.

Für Luwowo – eine der größten Coltan-Minen der Gegend. Zwischen zwei- und fünftausend Arbeiter schürfen hier jeden Tag. Da wo die rote Erde aufhört, fängt der coltanhaltige Sand an. Nicht selten kommt es hier zu Erdrutschen. Helme oder Stiefel trägt trotzdem kaum einer. Immerhin wird aus Sicherheitsgründen nur über Tage geschürft. Keiner muss in tiefe Schächte steigen. Das war früher schlimmer, sagen die Arbeiter. Jeder Sack wiegt 50 Kilo. Noch ist es eine Mischung aus Fels, Sand und Mineral. Mit Schaufeln wird das Erz aus dem Geröll gewaschen. Immer feiner – bis das, was aussieht wie Sand, mit kleinen schwarzen Pünktchen übrig bleibt: Coltan. Das schwarze Gold.

Junge Menschen bleiben Tagelöhner

Diese Mine ist in kongolesischem Familienbesitz. Die Arbeiter jedoch werden nicht vom Besitzer bezahlt. Sie sind in einer staatlichen Kooperative zusammengeschlossen. Gegen eine Jahresgebühr bekommt ein Schürfer einen Abschnitt, den er ausbeuten kann. Ihren Ertrag verkaufen sie dann an den Minenbesitzer.

Viele Schürfer stellen billige Arbeiter ein, um ihren Ertrag zu erhöhen. Sie sind das letzte Glied in der Kette. So wie Mathis Ndoki. Mathis hat vor einem Jahr Abitur gemacht. Eigentlich wollte er Lehrer werden. Doch er hat keinen Job gefunden. Also arbeitet er in der Mine – wie so viele junge Leute. "Der Kongo ist sehr reich. Aber Leute wie ich haben nichts davon. Ich kann mir die Jahresgebühr eines Schürfers nicht leisten. Das ist das Problem. Deshalb ändert sich für mich und für viele junge Leute nichts. Wir bleiben Tagelöhner."

Wenigstens, bestätigt Mathis, gäbe es keine bewaffneten Gruppen mehr in der Mine. Er erinnert sich noch an die Zeit, als das anders war, als Rebellen hier das Sagen hatten. Sein Vater wurde während dieser Zeit von Milizen getötet. Doch seit die Minen zertifiziert sein müssen, um exportieren zu können, unternehmen die Regierungs-Verantwortlichen etwas gegen die Rebellen, sagt Mathis. Da hätte das Gesetz aus Amerika schon geholfen.

Kongo: Das schwarze Gold für Handys

Sabine Leidig, DIE LINKE: Elektroautos sind weder sozial noch ökologisch!

3. Juli 2017 | Die Behauptungen „emissionsfreie“ und „saubere Mobilität“ ist schlichtes Greenwashing. Wir brauchen eine wirkliche Verkehrswende und Auswege aus der Autogesellschaft.