Politik - etwas für echte Kerle?

Bild von Hans Kolpak

Gepriesen sei derjenige,
der nichts zu sagen hat
und davon absieht,
das zu beweisen...

George Eliot, 1819-1880, englische Schriftstellerin

Die Frau mit den sieben Namen entwuchs ihrem puritanischen Umfeld im 19. Jahrhundert und kam erst durch diesen Männernamen zu Weltruhm, weil sie etwas zu sagen hatte. Ob sie zu diesem Spruch unter dem Eindruck ihres Bruders fand?

Zitat: "Nach einigen Affären lebte sie mit George Henry Lewes, einem verheirateten Goethebiographen und Essayisten, in wilder Ehe zusammen: - ein Skandal in der damaligen Zeit. Die schmerzhafteste Nebenwirkung dieses Eklats war ein beinahe lebenslanger Konflikt mit ihrem geliebten Bruder Isaac, der bis zu ihrer Hochzeit mit John W. Cross mehr als zwanzig Jahre später jeglichen Kontakt zu ihr abbrach."

Männer, die nichts zu sagen haben, sind aus heutiger Sicht am besten in der Politik aufgehoben. Eingebettet in den unverfänglichen Fraktionszwang und behütet von den vermeintlichen Zwängen der Weltpolitik, kann jeder gut aussehende Dummkopf ohne fundierte Entscheidungskraft und ohne markante Persönlichkeit sein Mandat erwartungsgemäß wahrnehmen. Eine gründliche Ausbildung als Schauspieler ist allerdings sehr förderlich, das kann und will ich nicht leugnen.

Man vergleiche nur einmal die Amtsperioden zweier Präsidenten der USA: Ronald W. Reagan und George W. Bush. Ich zitiere von Wikipedia.de:

Reagan wurde 2005 von den US-Amerikanern zum Greatest American gewählt. Reagan unterstützte mit seiner Politik die kalifornische Wirtschaft, die in seiner Amtszeit einen beachtlichen Aufschwung nahm. Da er auch den Haushalt des kalifornischen Bundesstaates ausglich, war seine Wiederwahl 1970 gegen Jesse Unruh kein Problem. Ende 1980, d.h. bei der Amtsübernahme durch Ronald Reagan, betrug die Staatsverschuldung der USA 930 Milliarden Dollar. Unter Reagan kletterte sie bis Ende 1988 auf 2,6 Billionen Dollar.

Im Dezember 2004 wählt das Time Magazine Bush zur Person des Jahres 2004 „for sharpening the debate until the choices bled, for reframing reality to match his design, for gambling his fortunes – and ours – on his faith in the power of leadership“. Ins Deutsche übertragen: "wegen Verschärfens der Debatte bis zum Versiegen der Alternativen, für das Verformen von Realität, um seiner Weltsicht zu entprechen, für das Verspielen seiner und unserer Optionen in seinen Glauben an die Kraft seiner Führerschaft". (Bitte schreiben Sie mir, wenn Ihnen eine bessere sprachliche Übertragung bekannt ist.)

In der internationalen Öffentlichkeit war es zu fruchtlosen Massenprotesten gegen die militärisch dominierte Außenpolitik der USA und ihrer Verbündeten gekommen. Weltweit beteiligten sich im Februar 2003 Millionen von Menschen an Antikriegsdemonstrationen der Friedensbewegung - auch in solchen Ländern, deren Regierungen sich hinter Bush gestellt hatten. Unter anderem wurde Bush vorgeworfen, dass der bedeutendere Kriegsgrund weniger der Kampf gegen den Terrorismus sei, sondern vielmehr die wirtschaftspolitischen (Zugriff auf die irakischen Erdölquellen) und geostrategischen Interessen der USA.

Darüber hinaus werden Persönlichkeit und Eigenschaften der Person George W. Bush von Anhängern und Gegnern meist sehr gegensätzlich eingeschätzt. Während die einen seinen Glauben an Gott und die Führungsrolle der USA schätzen, weisen die anderen auf seine widersprüchliche Biographie - mit früheren Alkoholproblemen, seiner selbstdeklarierten „Wiedergeburt“ als Christ und Anti-Alkoholiker - und sprachlichen Unsicherheiten (siehe auch Bushism) hin. Zitatende

Politiker werden benutzt, um den Steuerzahlern Sand in die Augen zu streuen für den Lobbyismus hinter den Kulissen. Es sind die jeweiligen Eliten eines Landes, die ihr eigenes Volk bestehlen - in den USA, in der Bundesrepublik Deutschland und vermutlich in allen übrigen Ländern der Erde. Kennen Sie eine einzige Regierung auf diesem Planeten, die nur zum Wohle ihres Volkes handelt? Bitte nennen Sie mir Fakten. Dieser Blog hat eine Kommentarfunktion.

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