Müssen wir alle erst den Bach hinunter gehen, um gegen den Strom schwimmen zu lernen?

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Nach dem Bach gegen den Strom
Was kommt danach?

Autor: Klaus Weichhaus

Selbst wenn wir ein System erfolgreich überwunden haben sollten, bleiben zunächst Energien und Strukturen erhalten, die im System geschaffen wurden. Und da die Erde wider Erwarten doch keine Scheibe ist, über deren Rand wir unliebsame Zeitgenossen stürzen können, um uns ihrer zu entledigen, müssen wir auch den bis dato unbelehrbaren Systemträgern und -unterstützern Rechnung tragen.

Wie vermeiden wir die Wiederholung alten Unrechts in neuer Aufmachung?

Die Menschheit und hier im besonderen Fall unsere Gesellschaft ist heute in diesem beklagenswerten Zustand, weil zu keiner Zeit ihre Führer besser waren als die Geführten. Egal, ob es sich um politische, religiöse oder sonstige Führungspersonen und den dahinter stehenden Institutionen handelte. Selbst wenn einzelne Ausnahmen charakterlich integer waren oder sind, geht dies in der Gesamtheit der unerzogenen Masse unter.

Unerzogen im geistigen Sinn: weil die Menschen bewußt in eine falsche Richtung geführt worden sind, weg vom Bemühen um Erkenntnis und dem Streben nach dem wahren Lebenssinn, hinein in ein überwiegend materiell orientiertes Dasein unter Negierung geistiger Gesetzmäßigkeiten, unter Ausklammerung der Höchsten Schöpfungsquelle, der Respekt und Dankbarkeit gezollt werden sollte.

Eine Gesellschaft kann sich nur nachhaltig verändern, wenn sich dies von unten nach oben vollzieht, d.h. von der Basis, dem einzelnen Bürger, bis hin zu den staatstragenden Strukturen, die wiederum aus Individuen, d.h. verbesserungswürdigen, aber auch -fähigen Personen besteht.

Wenn wir altes Unrecht im neuen Gewand vermeiden wollen, müssen wir uns zu einer Neuorientierung durchringen.

Der Aufbau einer neuen, besseren, lebens- und liebenswürdigen Gesellschaft muß eine verläßliche Ethik zur Grundlage haben. Sonst war der Umsturz, der Wechsel vergebens und hat nur einer anderen Tierart den Zugang zum Fresstrog ermöglicht. Wenn wir jetzt nicht die Möglichkeit nutzen, eine neue Lebensethik zu etablieren, werden wir über kurz oder lang dieselben desolaten Zustände erleben und erneut scheitern.

Um es einmal religiös auszudrücken: Was nicht auf Gott gebaut ist, wird auf Sand gebaut sein. Wenn wir unsere Höchste Schöpfungsquelle, die wir uns als einfache Menschen nicht scheuen, unserem Kulturkreis gemäß "Gott" zu nennen, weiterhin als nichtexistent betrachten, werden wir weiterhin mit fatalen Folgen den real existierenden Geistigen oder auch Kosmischen Gesetzen unterliegen und anschließend unseren Schöpfer für die Ignoranz Seiner Schöpfung verantwortlich machen. Statt uns freiwillig und bewußt diesen Gesetzen zu unterstellen, was uns eine Einsicht in unseren Lebenssinn vermitteln würde.

Dazu benötigen wir keine Institionen, sondern engagierte und ehrliche Lebens- und Geisteslehrer. Die Kirchen, diese Versicherungsagenten des Irrationalen, gehören genauso ausgelüftet wie andere, überfällige (und übergriffige!) Einrichtungen.

Mit einer der wertvollsten Kräfte des Menschen wird Schindluder getrieben: Mit der Glaubenskraft. Von den Kirchen sinnentstellt als blinder Glaube, welcher unproduktiv und passiv auf einen fernen Gott gerichtet bleibt und von dort Rettung und Hilfe "erglaubt", statt durch konstruktive Mitarbeit am Geschehen das Erhoffte mit zu realisieren. Die Menschheit gehört aufgeklärt über die geistigen Gesetzmäßigkeiten, welche wirken, ob wir sie nun kennen oder an sie glauben oder nicht. Genau wie die Naturgesetze wirken, ob wir ihre physikalische Grundlage kennen oder nicht. Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, fällt hinunter, dazu benötigt die Schwerkraft nicht den Glauben des Unvorsichtigen.

Weiß der Mensch aber, daß er durch sein stetiges Mitwirken im Sinne einer seiner Charakterverbesserung, seiner Selbstdisziplinierung, also seiner ethischen Verbesserung, es selbst bis zu einem gewissen Grade in der Hand haben kann, wie sich die geistigen Gesetzmäßigkeiten zu seinen Gunsten gestalten. Ganz nach dem Grundsatz "output = input". Wer daran glaubt und sich diesem Glauben gemäß engagiert verhält und handelt, wird Produktives und Positives in sein Leben ziehen.

Und wer auch noch die wichtige Grundregel des Akzeptierens der Gegebenheiten und Ereignisse gelernt und verstanden hat, weiß auch, wie er mit Mißerfolg, Rückschlägen und Demütigungen umzugehen hat. Dieses Akzeptieren bedeutet nicht, daß man nicht handeln soll oder darf, vielleicht sogar muß, sondern ist eine großartige Form der Gelassenheit, die eben im Glauben an die Wirksamkeit der geistigen Gesetze (und ihres Schöpfers...) ruht. Es bedeutet das Annehmen des Geschehenen als etwas, das auf einer uns (vielleicht nur zunächst) unbekannten Ebene durchaus eine Berechtigung hat, mit uns zu tun hat und uns als Lernobjekt dient. In diesem ersten Schritt liegt die Ruhe, die uns vor falscher Spontaneität, Impulsivität und unüberlegten Reaktionen bewahrt.

Dies jetzt nur am Rande. Diese aufgezeigten Muster benötigen ein sorgfältiges Training und eine liebevolle Erziehung. Das geht weit über ein sonntägliches Berieselungstreffen in einer Kirche hinaus, die eher konsumentengerecht als handlungsorientiert sind.

Von weltlichen Institutionen wird Glaube andererseits oft ins Lächerliche gezogen, weil er sich der Beweiskraft entzieht. Dabei wird übersehen, daß eine psychische Kraft nicht mit materiellen Mitteln gemessen werden kann und keiner verstandesmäßigen Logik unterliegt.

Unterdessen glauben wir alleweil irgend etwas, ohne es zu bemerken und werden darin noch geschickt manipuliert. Wenn wir z.B. nicht (unbewußt) daran glauben würden, den Tag heil zu überstehen, könnten wir gar nicht aus dem Haus gehen oder unser Auto besteigen. Wir glauben vieles von dem, was uns die Medien als Fakten vermitteln, ohne selbst nachprüfen zu können. Wir glauben oft genug noch unkritisch, was uns Ärzte und Gesundheitsorganisationen als "wissenschaftlich erwiesen" dogmatisch anpreisen und stellen nicht in Frage, weil unsere Gesundheit und die Angst darum dicht zusammenliegen. Wir glauben deshalb lieber, weil es komfortabler ist, als sich selbst auf einen unbequemen Erkenntnispfad zu begeben. Und würden wir schließlich nicht alle an die Gültigkeit unseres Geldsystems glauben, würde kein Handel und Kauf möglich sein.

Wir glauben also viel mehr, öfter und auf vielen Gebieten des täglichen Lebens, als wir tatsächlich gewahr sind.

Aber diejenigen, die uns das Glaubensfutter verabreichen, wissen ganz genau um diese einmalige, schöpferische Kraft des Menschen, die im Glauben liegt. Und sie werden einen Teufel tun, die unbewußt alles mögliche Glaubenden aufzuklären über die produktiv-schöpferische Seite dieser Glaubenskraft, wenn sie bewußt und mitgestaltend eingesetzt wird.

Wir sollen auf Treu und Glauben angewiesen bleiben auf unsere Futterlieferanten, wir sollen Schuldner bleiben und keine Gläubiger werden, schon gar keine wahrhaft Glaubenden, die nicht mehr auf Hoffnung bauen, weil sie Gewissheit erlangt haben.

Auch die immer zahlreicher werdenden esoterischen Gruppierungen und Sektenbewegungen haben uns auf diesem Wege nicht weitergeholfen in den letzten 60 Jahren. Im Gegenteil, oft wurden brauchbare Handlungsansätze kleinerer politischer Bewegungen oder Aktivitäten von Einzelkämpfern zunichte gemacht durch eben diese Esoterik-Krieger, indem dort nun die geistigen Gesetze als Agenda zum Nicht-Handeln zitiert wurden. Durch die Kraft des Gedankens allein, viele Synchron-Gebete, Lichterketten, positives Denken und "Licht und Liebe senden" sollte eine simple irdische, materielle Veränderung bewirkt werden. Welche Trottel an der Basis sollten das dann bitte bewirken? Die nicht-physischen Kräfte benötigen in unserer materiellen Welt nun einmal den verlängerten Arm in Form von tätigen Menschen! Und diese Menschen dann anzuhalten mit dem Hinweis auf Höhere Kräfte, die das schon für uns richten würden, dient wieder nur dem herrschenden System, sodaß man sich mit Recht fragen sollte, wer eigentlich diese ganzen Bewegungen auf den Weg geschickt hat.

Viel zu oft wird da Problematik auf der selben Ebene hin und hergeschoben, von Guru X zu Erfolgstrainer Y, viel Geld ausgegeben, auf der anderen Seite viel eingenommen, wer keine Kirchensteuer zahlt, investiert eben in Yoga- oder Reikikurse, meint, er könne so etwas zur längst überfälligen Veränderung beisteuern und wird doch nur unbemerkt aus dem Verkehr gezogen.

Nein, es braucht schon etwas Mut dazu, um in der ersten Reihe zu stehen und mit seiner ganzen Person für den Wandel einzutreten. Dort wird man erkannt, dort lauern die Repressalien, Lorbeerkränze gibt es nicht, noch nicht einmal zur Beerdigung, wenn es schief geht. Das ist Leben, da wird echter, dynamischer Glaube an ein Ideal verlangt, ein Glaube, der Taten veranlasst und Mißerfolg verkraftet. Ein Glaube, der als immerwährende Übung Berge von Vorurteilen und Dummheit versetzen muß. Und der die Schwachgläubigen aber Gutwilligen mitreißt und ihnen hilft, einen eigenen Standpunkt zu finden.

Was gehört dazu?

Zunächst ein bewußterer, differenzierter Umgang mit der gerade unter Demokraten strapazierten Parole "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit".

Wo immer diese drei Begriffe als Rammbock zur Zerstörung herrschender Strukturen benutzt wurden, war dies die Ouvertüre zu Raub, Mord und Plünderung, um danach andere Wölfe im Beamtenfilz auferstehen zu lassen.

Räumen wir einmal kurz damit auf:

Freiheit - wann empfinden wir Freiheit? Wenn wir keinen Druck, Zwang oder Fesseln verspüren, weder körperlich, noch geistig oder seelisch.

(NICHT aber, wenn wir tun und (unter)lassen können, was wir wollen, nehmen können, was wir begehren, jedem unserer Gefühle freien Lauf lassen. Das ist keine Freiheit, sondern schlichte Unterwerfung unter die Instinktgebundenheit!)

Wir fühlen uns frei, wenn wir unbeschwert sind von Leid, Schmerz, Not und Qualen (auch jener der eigenen Gier!). Dieser Zustand von Freiheit kann naturgemäß nur ein sehr labiler sein, da jeder Mensch in einem Geflecht störanfälliger Beziehungen lebt. Jederzeit kann dieses System von außen gestört werden und das Freiheitsgefühl ist dahin.

Wirkliche Freiheit kann daher nur der Mensch empfinden, der sein Schicksal und damit zu allererst seine Charakterbildung in die eigene Hand nimmt. Dazu gehört eine gewisse Portion Weisheit und die Einsicht in die Lebensgesetze, ein anderes Wort für die weiter oben bereits angeführten geistigen Gesetze. Die Krönung dieser Erkenntnis wäre, daß die wahre Freiheit in der bewußten Übereinstimmung mit diesen Gesetzen und damit ihrem Schöpfer liegt.

Es bedarf wahrhaftiger Menschheitslehrer, um die Mitmenschen an diese Aufgabe heranzuführen. Hätten die Lehrbeauftragten von Kirche und Staat, Berufsphilosophen und Fernsehheiligen jemals tatsächlich vorgelebt, was sie predigen, wären wir auf diesem Wege schon etwas weiter.

Sobald Menschen in einem gesellschaftlichen Verband leben, muß jeder einen Teil seiner Freiheit zugunsten aller opfern, umgekehrt wird jedem einzelnen auch dasselbe Opfer der anderen zuteil. Alle Menschen in einem solchen Gesellschaftsverband besitzen ein gleich großes Recht auf diese Freiheit, die zugleich auch Selbstbescheidung bedeutet und damit eine Verpflichtung.

Claudia und Ursula sorgen für Gerechtigkeit

Wir schreiben das Jahr 2014: Nach der schwarz-grünen Machtergreifung werden Arbeitsplätze nur noch nach Quoten vergeben. Quoten für Frauen, Behinderte, Transsexuelle, Fachkräfte und so weiter und so fort... Aber ein großes gesellschaftliches Tabu gibt es noch: Die vollständige berufliche Inklusion von IQ-Benachteiligten. Claudia Roth und Ursula von der Leyen sorgen für Gerechtigkeit.

Nun zur Gleichheit:

Solange wir uns als Menschheit in der Entwicklung befinden, also in einem evolutiven Prozeß, ist allgemeine Gleichheit nicht möglich, denn dieses Verlangen steht im Widerspruch zum Evolutionsziel, der Vervollkommnung des Menschen. Es würde bedeuten, daß sich alle Menschenerziehung nach der niedrigsten Stufe orientiert, denn nur auf dieser Stufe ist völlige Gleichstellung realisierbar. Dies widerspricht der Würde und der Freiheit des einzelnen, der sich seinen individuellen Möglichkeiten gemäß optimal entwickeln sollte. Dies kann freilich nur in einer Gesellschaft stattfinden, in der Selbstachtung und Achtung vor den Mitmenschen zur Selbstverständlichkeit geworden sind.

Ein Staat, der Gleichmacherei betreiben will, ist nicht zur Freiheit geschaffen. Denn das erste Gesetz der Natur ist Ungleichheit, ist Verschiedenheit und Vielfalt der Erscheinungsformen. Gäbe es keine Potentialunterschiede, könnte keine Energie fließen, ohne Ungleichheit keine Dynamik. Ungleichheit ist die Triebfeder der Entwicklung. Würde heute alles Wissen und alle materiellen Güter unter die ganze Menschheit verteilt, wären schon morgen wieder einige schlauer und reicher als die anderen. Dies ist jedoch nicht als harte und willkürliche Gesetzmäßigkeit aufzufassen. sondern als weises Regulativ: Je weiser die Wenigen in einer Generation sind, desto weiser wird die Menge in der nächsten sein.

Vorausgesetzt, es findet eine liebevolle und weise Menschenbildung und -erziehung statt, die nicht Profit- und Machtinteressen dient und lediglich Untertanen züchten will.

Was uns dabei helfen sollte, ist der Begriff der Brüderlichkeit. Denn gerade in diesem Wort ist die individuelle Verschiedenheit enthalten. Geschwister sind zwar eins in Bezug auf ihre Abstammung, stehen jedoch durch Altersunterschiede, äußerliche und charakterliche Merkmale sowie Anlagen und Talente auf ungleicher Entwicklungsstufe. Die älteren Geschwister können Vorbild und Orientierung für die jüngeren sein, und dieses Bild sollten wir auf die Menschheit übertragen. Es ist die Pflicht der Fortgeschrittenen, sich der auf anderen, "niedrigeren" Entwicklungsstufen befindlichen Menschheitsbrüder anzunehmen, sie neidlos und ohne selbstsüchtiges Interesse in ihrer Entwicklung zu fördern. Das ist wahre Brüderlichkeit und nicht die Forderung nach gesellschaftlichen Klimmzügen, die gegebenenfalls den einzelnen überfordern und der Gemeinschaft schaden.

Man könnte in der Kurzfassung auch sagen: Freiheit in der Entwicklung, Gleichheit in der Pflicht, Brüderlichkeit in der Hilfe.

Wir sind als Menschheit längst nicht am Ende einer Entwicklung angekommen; im Gegenteil. Auf der Evolutionsleiter dürften wir uns ziemlich weit unten befinden, wenn wir uns Egoismus und Grausamkeit anschauen, die uns überall entgegentreten. Wenn wir als Menschheit überleben wollen, müssen wir spätestens jetzt das strapazierte Wort "Paradigmenwechsel" mit Inhalt füllen und vor allem verständlich machen.

Am besten durch eigenes Vorleben, das berühmte "mit gutem Beispiel vorangehen" in die Tat umsetzen und auf die positive Wirkung setzen. Der Weg dorthin geht durch eine freiwillige Selbstbeschränkung und Selbstdisziplin, angefangen im privaten Bereich, im beruflichen, sozialen und politischen Umfeld fortgesetzt, Transparenz in allen Dingen sollte selbstverständlich sein. Wenn aus Paradigmenwechsel jedoch nur "Parasitenwechsel" wird, hätten wir es gleich bleiben lassen können...!

Wir stehen jetzt da, Stunde Null, - aber was machen wir mit den ganzen Nullen? Berliner Prozesse in Anlehnung an die Nürnberger? Sibirien für alle? Es kann jetzt schon denunziert und vorangemeldet werden, wenn man noch einen Hühnerhof zu rupfen hat?

Herrschaften, genau das ist es nicht, wenn wir tatsächlich eine neue Gesellschaft aufbauen wollen, siehe oben!

Wir brauchen jetzt fähige Erzieher, Menschen, die gefestigt sind in ihrem Charakter und Weltbild und bereit sind, sich dieser Aufgabe mit der nötigen Mitmenschlichkeit (!) zu widmen.

Nicht "Um-erziehung" ist gefragt, sondern überhaupt erst einmal Erziehung! Die Rückkehr und Belebung von Tugenden, deren Gewicht bereits durch die Umbennung in "Werte" abgewertet wurde. Aber eine Tugend, was ursprünglich von Taugen kommt, erweist ihre Tauglichkeit erst, wenn sie ge- und belebt wird. Dieses Neue Lernen erweitert den Horizont des Einzelnen, wenn auch sinnhafte Lebensgestaltung gelehrt wird!

Diese Erziehung muß alle Alters- und Bildungsschichten umfassen, allein damit dürfte schon ein großer Teil der Bevölkerung beschäftigt sein. Wo es nötig ist, sollte eine Rechtsprechung faire Urteile fällen, die nicht racheorientiert sind, sondern ebenfalls auf eine Belehrung abzielen.

Außerdem muß ein anderes Gesundheits- bzw. Krankheitsbewußtsein gelehrt werden. Verantwortungsbewußtsein dem eigenen Körper gegenüber, dem eigenen Leben, der eigenen Psyche ist gleichzeitig soziale Verantwortung, denn wir leben in einem Gemeinwesen.

Gesundheit hat mit Ernährung zu tun, das ist der nächste große Sektor, auf dem es aufzuklären und zu reformieren gilt. Damit hängen einerseits gewisse Begierden und Süchte eines Menschen zusammen (Zucker, Alkohol, Fleischgenuß), andererseits die landwirtschaftliche Produktion.

Eine weitgreifende Umstellung auf eine überwiegend pflanzliche Ernährung ermöglicht durch veränderte Nutzung der Produktionsflächen die Ernährung von wesentlich mehr Menschen als die Fleischproduktion. (Die Unethik des Schlachtens wird ein großes Thema des Ethikunterrichts!)

Eine Landwirtschaft, die gesundheits- und menschenorientiert ist und nicht nach Subventionen und Profitmaximierung trachtet, wird wieder Arbeitsplätze bieten. Biologischer Anbau und Permakultur bieten allein schon beachtenswerte Ansätze zu weiterer Entwicklung.

Systemvernetzendes Denken würde auch in der Industrie ein menschenwürdiges Arbeitsfeld schaffen und wieder den Menschen, für dessen Nutzen das Ganze ja eigentlich einmal gedacht war, wieder in den Mittelpunkt stellen.

Da wir aber die Rechnung nicht ohne die Gier des Menschen machen können, der ja schließlich erst am Anfang seiner bescheidenen Erziehung und Entwicklung steht, müssen von außen Regulatorien geschaffen werden, die beizeiten Einhalt gebieten. Das Geldsystem muß geändert werden, damit ein Effekt der Eigenregulation gegeben ist. Es darf künftig nicht mehr möglich sein, daß Einzelne Profitmaximierung auf Kosten der Gemeinschaft betreiben können.

Da wir derzeit als Menschen noch nicht in der Lage sind, selbstdiszipliniert Versuchungen, Einflüsterungen und Verlockungen zu widerstehen, sprich Egoismus, Hochmut, Arroganz und Gier noch zu unserer Grundausstattung gehören, müssen wir uns in weiser Voraussicht selbst Gesetze geben, die uns vor diesen Auswüchsen schützen. Und damit manchmal vor uns selbst.

Damit verbunden ist die Einrichtung einer Kontrollinstanz, die das Einhalten der Gesetze überwacht, und selbstverständlich sind alle Beteiligten völlig immun gegen Korruption.

Denn was hatten wir bisher? Politiker und andere Führer und weitere herausragende Persönlichkeiten auf allen Gebieten der Gesellschaft, die sicher oft eine ausgezeichnete Arbeit geleistet haben, im Rahmen der jeweils politischen Korrektheit. Menschen, die gute Fähigkeiten haben und Wertvolleres hätten leisten können - wenn die Basis ihres Handelns nicht egoistisch motiviert gewesen wäre sondern tatsächlich brüderlich - mitmenschlich! Und das sicherlich des öfteren ohne es zu merken, denn man kann sich hervorragend selbst eine Weile über die eigenen Motive täuschen, wenn nur der Erfolg groß genug ist. So ist viel zu viel wertvolle Energie verloren gegangen und muß jetzt wieder aufgeholt werden.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, woher wir die ganzen weisen Menschen für die anstehenden Aufgaben bekommen? Da das galaktische Raumschiff vermutlich ausbleiben wird, werden wir es selber machen müssen, mit unserer gesamten Unvollkommenheit, die aber immer noch besser ist als Verkommenheit.

Besinnen wir uns dazu auf Vorbilder und Vorbildhaftes unserer eigenen Kultur, allein dort werden wir fündig genug. Und beginnen wir endlich, das Gefundene selbst umzusetzen und anzuwenden. Lieber in kleinen Schritten selbst vorangehen, als sich von anderen verladen lassen!

Das Wenige gewissenhaft tun, was man verstanden hat, ist mehr wert als leblose Theorie, mag sie auch noch so erhaben klingen.

Zum Abschluß dazu ein Goethe-Wort mit dem schlichten Titel

"Weiser Spruch":

"Kannst du nicht Dombaumeister sein,

behau als Steinmetz deinen Stein.

Fehlt dir auch dazu Geschick und Verstand

so trage Mörtel herbei und Sand."

So laßt uns lieber den Sand für unser eigenes solides Bauwerk herbeitragen als zuzulassen, daß uns weiterhin Sand in die Augen gestreut wird und wir alle tatenlos im Treibsand der Geschichte versinken, welche andere für uns inszenieren wollen.

Kommentare

Du weißt, dass Du in Deutschland bist wenn ...

Leserzuschrift

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn zwar die Straßenschilder alle deutsch beschriftet sind, aber wenn du mal eine Adresse suchst, niemand mehr auf der Straße ist der Deutsch versteht.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn deutsche Jugendliche abgestochen und Rentnerinnen im Altersheim von Migranten erschlagen werden, sich aber der Bundespräsident Sorgen um Migranten macht, die angeblich von Deutschen angegriffen werden.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn deutsche Richter zwar ausländische Dauerkriminelle regelmäßig mit Bewährungsstrafen beschenken, aber Deutsche Bürger die diese Zustände anprangern, wegen angeblicher Hass-Kommentare gnadenlos verknacken.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn vor einem geschichtsträchtigen Dom zwar tausende deutsche Frauen von angeblichen Flüchtlingen angegriffen und belästigt werden, aber der ansässige Bischof am Ort des Geschehens, lieber Solidaritätsmessen für Flüchtlinge hält, anstatt sich mit den angegriffenen Frauen zu solidarisieren.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn zu dieser Solidaritätsmesse tausende Deutsche noch applaudieren, anstatt den Bischof nach seinem Moralverständnis zu fragen.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn gewalttätige antideutsche Gruppierungen mit Steuergeldern gesponsert werden, friedliche patriotische Bewegungen aber kriminalisiert und durch den Verfassungsschutz beobachtet werden.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn sich in den Innenstädten hunderttausende junge Männer aus dem Orient tummeln, weil sie den Krieg im Heimatland nicht führen wollen, gleichzeitig aber junge deutsche Männer keine Gelegenheit dazu haben, weil nämlich sie in die Kriegsgebiete der Orientalen geschickt werden.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn zwar täglich Spendenaktionen für sog. Flüchtlinge organisiert werden, deutsche Rentner aber in Mülleimern nach Pfandflaschen suchen müssen, weil die Lebensleistungsrente ihnen einen Ruhestand in Armut beschert hat.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn zwar akribisch darauf geachtet wird, dass bloß kein falsches Wort gegen sog. Flüchtlinge geäußert wird, aber deutsche Politiker deutsche Bürger öffentlich als Rassisten, Pack oder Mischpoke beschimpfen.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn zwar deutschen Hartz IV-Empfängern eine Wohnung verwehrt wird, weil diese fünf Euro zu teuer ist, das Amt aber gleichzeitig tausende Euros an Mietwucherer bezahlt, um sog. Flüchtlingen eine Wohnung zu verschaffen.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn friedliche Teilnehmer patriotischer Demonstrationen pauschal als Rechtsextremisten diffamiert werden, aber feuerlegende und steinewerfende Antideutsche, selbst bei den gewalttätigsten Krawallen, per se als Aktivisten gehuldigt werden.

Du weißt, dass du in Deutschland bist, wenn sich das öffentliche Straßenbild zwar zusehends in Richtung muslimische Unterschiedslosigkeit entwickelt, man Dir die muslimische Massenzuwanderung aber als bunt und vielfältig warmredet.

Du weißt, natürlich dass du in Deutschland bist, wenn es zwar kein Problem ist dass Pädophile und Crack-Süchtige Bundespolitik machen, aber es ein Riesenproblem ist, wenn patriotische Kräfte dies auch anstreben.

Und du weißt erst recht, dass du in Deutschland bist, wenn sich die Staatschefin zwar auf das Wohl des deutschen Volkes vereidigen lässt, jedoch keine Gelegenheit auslässt, eben dieses Volk zur Minderheit im eigenen Land zu machen.

Kommentar der Redaktion

Nennen wir es gleich Merkel-Land.