Kann der Silberpreis den Goldpreis ausstechen?

Bild von Hans Kolpak

20. Mai 2017 | Theodore Butler - Silber: Erwarten Sie das Unerwartete

Der Inhaber der umfangreichsten Short-Position muss im Falle einer plötzlichen Preisexplosion nun nicht mehr mit schwerwiegendem finanziellen Schaden rechnen. JP Morgan ist es gelungen, bei sinkenden Kursen die größten Silberreserven aller Zeiten anzulegen. Damit war die Bank nie zuvor in einer besseren Ausgangslage für einen plötzlichen Preisanstieg. Oder anders gesagt: Aus der egoistischen Sicht der Großbank gab es nie einen besseren Zeitpunkt für sprunghafte Kursgewinne am Silbermarkt. Aus Sicht der anderen großen Leerverkäufer war der Zeitpunkt dagegen nie ungünstiger. Bei der letzten Abwärtsmanipulation des Silberkurses hat JP Morgan seine Short-Positionen weiter reduziert. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank ihre Shorts bei der nächsten Rally nicht wieder aufstockt.

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20. Juni 2016 | Was geschieht, wenn das Big Money Silber kauft?

Anfang 2016 belief sich der Gesamtwert der von den Regierungen dieser Welt ausgegebenen Anleihen mit negativer Verzinsung noch auf 5,5 Billionen Dollar. Nur fünf Monate später ist dieser Wert auf 10,5 Billionen Dollar angestiegen. Das ist kein gutes Zeichen. Wenn sich der Gesamtwert der Staatsanleihen mit Renditen im Minusbereich in weniger als einem Jahr verdoppelt, haben Anleger wirklich allen Grund zur Sorge.

Es werden zwar mit Sicherheit noch mehr negativ verzinste Anleihen herausgegeben werden, doch auf lange Sicht ist das keine tragfähige Strategie. Wenn das Finanzsystem Risse bekommt und letzten Endes kollabiert, werden die großen Investoren und Finanzinstitutionen physisches Silber kaufen und den gesamten Silbermarkt transformieren. Der daraus resultierende Anstieg des Silberkurses wird ein unvergessliches Erlebnis werden.

Oliver Disler untersucht den Silbermarkt im Vergleich zum Goldmarkt und entwickelt interessante Thesen. Demnach können wir jederzeit mit einer Explosion des Silberpreises rechnen. Investoren sollten dann die Differenz mitnehmen und in Gold gehen - wenn überhaupt noch möglich. Insofern ist das ganze eine wunderbare theoretische Überlegung.

„Wer auf ein Pferd setzt, kann alles verlieren, wer auf zehn Pferde setzt, hat seinen Einsatz wieder raus.“ Edelmetalle dienen dem Werterhalt und der Investition. Spekulanten finden sich praktisch nur in den Papier-Edelmetallen. Mit großem Interesse nehme ich diese interessanten Fakten rund um Silber zur Kenntnis. Super Arbeit!

Interessant hierzu sind auch die Charts und Überlegungen von Robert Rethfeld auf Goldseiten.de zur Silberpreisentwicklung. Von einer Preisexplosion zu sprechen, finde ich allerdings reißerisch.

Jürgen Fröhlich erkennt ebenfalls die derzeitige Unterbewertung des Silbers. Auch er liefert hierzu aufschlußreiche Hinweise:

"Knappheit
Legt man die heute bekannten, förderbaren Reserven zugrunde, dann reichen die Silbervorkommen nach Geologenschätzungen (US Geological Survey) nur noch 13 Jahre. Das ist die geringste zeitliche Reserve unter allen Industriemetallen.

Bewertung
Silber ist gegenüber Gold preislich deutlich unterbewertet und dafür gibt es folgende Argumente.

• Um das Allzeithoch vom 18.01.1980 zu erreichen (49,45 US-Dollar, London Fix) müsste der Silberpreis heute inflationsbereinigt auf rund 140 US-Dollar steigen.

• Das Verhältnis von Silberpreis zu Goldpreis lag im Durchschnitt der vergangenen Jahrhunderte bei rund 1:17 (1980 = 1:15). Heute benötigt man dagegen 63 Unzen Silber, um eine Unze Gold zu erwerben. Nimmt man die bereits vorhandene Edelmetallmenge und addiert die ökonomisch abbaubare Menge (laut USGS) hinzu, dann ergibt sich daraus sogar eine Verhältnis von 1:8. Wie auch immer: Silber ist gegenüber Gold deutlich unterbewertet."







Gold oder Silber: Was ist das bessere Investment?

Eine gute historische Übersicht und einen Querschnitt aktueller Äußerungen enthält die Analyse von Propagandafront.de: Silber schlägt Gold und kein Ende in Sicht.