Jan Fleischhauer: Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde

Bild von Hans Kolpak

Unwillkürlich möchte ich den Titel anders benennen: "Allein unter Linken". Das scheint allerdings eine Disposition meiner Persönlichkeit zu sein und hat nichts mit dem Buch von Jan Fleischhauer zu tun und der Reportage, die am 26. September 2010 von 23:35 bis 00:10 Uhr von RTL ausgestrahlt wurde.

26. September 2010 | Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ wurde:

"Das Schöne an der Linken ist, dass sie wie jede Glaubensbewegung eine Reihe von Geboten und Vorschriften kennt, die es unbedingt zu befolgen gilt. Man muss sich nur hineindenken können in diese Welt. Dass man als guter Linker nur noch von "BäckermeisterInnen" spricht und schreibt, versteht sich von selbst. Aber soll man auch "HolocaustleugnerInnen" sagen oder "VergewaltigerInnen"? "

6. September 2010 | Alle Wege führen nach Auschwitz

"So erklärt die „Süddeutsche Zeitung“ alle, die in der einen oder anderen Weise mit Sarrazin sympathisieren, kurzerhand zu Leuten, die „eine tiefsitzende Angst vor der Moderne“ haben, eine ausgeprägte Furcht vor dem „gesellschaftlichen Wandel, dem Verlust der Identität“. Der „Tagesspiegel“ braucht in seinem Leitkommentar vom Wochenende nur einen Absatz, um zu dem Letztbegründungsargument vorzustoßen, das immer dann fällt, wenn die intellektuelle Schicht mit ihrem Latein am Ende ist: dem Holocaust. Auch im Jahre 2010 sei Deutschland kein Normalfall, heißt es dort dunkel, „und wir sollten nicht so tun, als könnten wir uns zum Normalfall erklären. Die Welt würde es uns nicht abnehmen, nicht weil sie uns einen Schuldkomplex einreden will, sondern weil es nach Auschwitz keine Normalität geben wird“.

Kann man nicht endlich mal Strafparagraphen gegen die Indienstnahme des Holocaust aus Argumentationsnot wegen geistiger Minderbemitteltheit einführen? Das wäre doch ein schöner Erfolg der Sarrazin-Sturms, mit dem der Debattenkultur in Deutschland eindeutig gedient wäre."

Unter Linken Podiumsdiskussion

Die Reportage bei SPIEGEL TV: Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde

13. Februar 2015 | Michael Winkler, Tageskommentar: 70 Jahre Holocaust

Am 13. Februar 1945 begann mit dem Angriff auf die wehrlose und mit Flüchtlingen hoffnungslos überfüllte Stadt Dresden das größte Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs. Diese Stadt wurde von drei Luftangriffswellen zerstört und total verbrannt. Auch wenn andere Städte wie Hamburg oder Köln ihre eigenen Feuerstürme und Tausend-Bomber-Angriffe überstehen mußten, übertraf das Massaker an Dresden alles, sogar die Angriffe auf Tokio, Hiroshima und Nagasaki. Die sogenannten seriösen Historiker fabulieren die Opferzahlen auf 20.000 herunter, die tatsächliche Opferzahl liegt weitaus höher. 500.000 bis 650.000 Tote dürften realistisch sein. Dieselben pseudoseriösen Historiker leugnen sogar die Angriffe amerikanischer Tiefflieger auf jene Überlebenden, die sich auf die Elbauen gerettet haben.

Falls Sie unter "Holocaust" etwas anderes verstehen - die wörtliche Übersetzung lautet "Totalverbrennung". Warum die Juden diesen Begriff gekapert haben und ihm eine andere Bedeutung zuordnen, vermag ich nicht zu entscheiden. Es scheint eine Eigenart zu sein, Begriffe zu verwirren. Der "Antisemitismus" ist ein weiteres Beispiel dafür. Antisemitismus ist, wenn Israel gegen die Palästinenser vorgeht, denn diese sind einheimische Semiten. Die meisten Juden hingegen sind keine Semiten, und fast alle Semiten sind keine Juden. Und die angeblichen Antisemiten sind Leute, die von den Juden nicht gemocht werden, nicht etwa Leute, die keine Juden mögen. Die pseudoseriösen Historiker stufen in Dresden alle Augenzeugenberichte als unglaubwürdig ein, da Augenzeugen bekanntermaßen vor Gericht der schwächste Beweis sind. Augenzeugen können sich irren, können Täuschungen unterliegen, vor allem, wenn über einen Vorgang ausführlich berichtet wird. Deshalb bevorzugen die Gerichte sachliche, naturwissenschaftlich nachvollziehbare Beweise. Nur im Fall des fälschlicherweise so genannten Holocausts werden alle Anträge auf sachliche Beweise mit der Begründung abgelehnt, daß dies angesichts der Augenzeugen nicht nötig sei.

70 Jahre Holocaust sind 70 Jahre der Begriffsverdrehung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Die Opfer von Dresden werden ein zweites Mal hingeschlachtet, indem die offizielle Geschichtsschreibung sie verleugnet, ja sich sogar erdreistet, sie zu Tätern und Schuldigen zu erklären. Am deutschen Volk sind zahlreiche Verbrechen verübt worden, Verbrechen, die mit dem Kriegsende nicht aufgehört haben, sondern intensiviert worden sind. Die Rheinwiesenlager, die Vertreibung und ethnische Säuberung der deutschen Ostgebiete und der generelle Umgang mit deutschen Kriegsgefangenen gehören dazu. Die Siegermächte haben in Nürnberg versucht, von ihrer eigenen moralischen Verkommenheit abzulenken. Doch das Mahnmal Dresden läßt sich nicht durch ein Tribunal zur Seite wischen. Dresden - das ist der Holocaust. Nicht dazu stehen - das ist das jüdische am einst christlichen Abendland.